Wladimir Putin schmiedet an neuen Allianzen in der Hochtechnologiebranche.

Foto: Bild: World Economic Forum (CC BY-NC-SA 2.0)
Russischer Präsident schmiedet neue Technologie-Allianz

Bei der aktuell stattfindenden Luft- und Raumfahrtmesse MASKS in Moskau setzt die russische Staatsführung rund um Präsident Wladimir Putin auf eine neue Technologie-Allianz. Durch die Sanktionen des Westens im Zuge der Ukraine-Krise spürt Russland als Wirtschaftsstandort die Abhängigkeit von westlicher Technologie. Nun wirbt der russische Präsident bei den anwesenden 150 ausländischen Unternehmen aus dem Technologie- und Logistiksektor für neue Partnerschaftsmodelle, die Moskau mehr Unabhängigkeit von Brüssel und Washington garantieren.

Putin setzt im Rahmen der sogenannten BRICS-Allianz vor allem auf die Chinesen, deren Präsenz sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht hat. Aber auch mit Saudiarabien, Jordanien und dem Iran sollen Miliardenaufträge im Bereich der Rüstungsindustrie verhandelt werden.

Moskau hofft auf Ende der Sanktionen und alternative Weltordnung

Obwohl der Westen die Sanktionskeule schwingt, sind viele westliche Weltfirmen bei der Messe auf dem Flugfeld in Schukowski bei Moskau präsent. So stellen etwa Lufthansa Technik oder SLM Solutions aus Deutschland aus, und auch Airbus und Boeing sind präsent. Dies weckt bei den Moskauer Entscheidungsträgern die Hoffnung, das schlussendlich ökonomische Überlegungen die westliche Sanktionspolitik mittelfristig beenden könnte. Unabhängig davon hält Putin jedoch an seiner Strategie einer alternativen Weltordnung jenseits der USA fest. 

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