Wir sind die Verursacher der Masseneinwanderung

Illegale Einwanderer werden jede noch so hohe Mauer und jede noch so gefährliche Grenzanlage überwinden, um nach Europa zu kommen.  Foto:  Marcus Meissner / flickr.com (CC BY 2.0)
Illegale Einwanderer werden jede noch so hohe Mauer und jede noch so gefährliche Grenzanlage überwinden, um nach Europa zu kommen.
Foto: Marcus Meissner / flickr.com (CC BY 2.0)
29. August 2015 - 10:14

Viele Einwanderungskritiker glauben, es reiche aus, an der eigenen Grenze eine ausreichend hohe Mauer zu bauen, um unter sich bleiben zu können. Doch die jungen, illegalen Einwanderer aus Afrika und anderen Erdteilen werden jede noch so hohe Mauer und jede noch so gefährliche Grenzanlage überwinden. Es ist ihnen dabei auch egal, wie hoch die Gefahr ist, bei ihrer „Flucht“ zu sterben. Die Attraktivität des Zieles und der erwartete Lohn sind einfach zu hoch.

Kommentar von Felix Menzel

Wer Masseneinwanderung verhindern will, muss aus diesem Grund nach außen schauen und die Welt bewohnbarer machen. Es ist zu kurz gedacht, auf die Millionen potentiellen Einwanderer der nächsten Jahre, die nach Europa wollen, nur mit Sicherheitsmaßnahmen und nie ganz ernstgemeinten, weil utopischen Integrationsbemühungen zu reagieren.

Seien wir doch einmal ehrlich: Mit dem seit 2001 geführten „Krieg gegen den Terror“ hat der Westen nur eins erreicht. Er hat Nordafrika und den erweiterten Mittleren Osten gründlich destabilisiert und somit die derzeitige Flüchtlingswelle auf fatale Weise verursacht.

Auch alle anderen außenpolitischen Strategien des Westens sind gescheitert. Entwicklungshilfe hat Korruption hervorgebracht und alle Bemühungen, anderen Völkern Demokratie, Freiheit und die Ideologie der Menschenrechte beizubringen, haben die rasante Ausbreitung terroristischer und tribalistischer Strömungen nicht verhindern können.

Obwohl die USA maßgeblich für diese Politik verantwortlich sind, wird vor allem Europa das angestellte Chaos in Form von Flüchtlingen und Terrorismus zu spüren bekommen. Es wäre deshalb höchste Zeit für die europäischen Nationalstaaten, ihre blinde Gefolgschaft gegenüber den USA zu beenden und eine Außenpolitik zu entwickeln, die dem Schutz eigener Interessen dient.

Der Autor dieses Gastkommentars, Felix Menzel, hat in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Neue Ordnung (2/15) einen größeren Beitrag über die Thematik „Universalistische Weltpolitik und Masseneinwanderung. Von der Notwendigkeit einer außenpolitischen Neuorientierung“ geschrieben. Die Zeitschrift kann unter www.neue-ordnung.at bestellt werden.

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