A4: Bis zu 50 tote Flüchtlinge in Lkw

Unzählige Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten sterben bei ihrem Versuch nach Europa zu gelangen. Besonders gefährlich sind Fahrten über das Mittelmeer. Allerdings auch über den Landweg mehren sich die Todesursachen. Wie bekannt wurde, sind auf der österreichischen Autobahn A4 in einem Schlepper-Lkw, der in einer Parkbucht gefunden wurde, mehrere Flüchtlinge offenbar erstickt.

Schlepper sind flüchtig

Auf der Ladefläche befanden sich Tote. Die Polizei schätzt die Zahl der Todesopfer zwischen 20 und 50 ein, wie sie bei der Pressekonferenz bekanntgab. Der Fahrer des Lkw befindet sich auf der Flucht. Eine Fahndung laufe auch in Zusammenarbeit mit den ungarischen Behörden.

Die Polizei sei gegen 11.30 Uhr von Kollegen der Autobahninspektion auf einen Lkw aufmerksam gemacht worden, so Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil. Der Lkw sei seit gestern dort abgestellt gewesen. Darüber, wie lange er schon in der Parkbucht gestanden war, konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Die Menschen im Lkw seien schon länger tot gewesen, so Doskozil. Man könne zum jetzigen Zeitpunkt auch noch keine konkreten Angaben dazu machen, wie der Tod eingetreten sei.

Politik ist betroffen und entsetzt

„Diese Tragödie macht uns alle betroffen“, betonte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). „Schlepper sind Kriminelle. Und wer jetzt noch immer meint, dass es sanftmütige Fluchthelfer sind, dem ist nicht zu helfen.“ Entsetzt ist auch FPÖ-Obmann HC Strache. Diese Menschen, die einen solch grauenhaften Tod gefunden hätten, seien zutiefst zu bedauern. Dieses entsetzliche Ereignis zeigt laut Strache auf, wie dringend nötig es sei, den verbrecherischen Schlepperbanden ihr schmutziges Handwerk zu legen. Rigorose lückenlose Grenzkontrollen seien ein Gebot der Stunde, nämlich auch im Interesse der Opfer der Schlepperbanden. Denn wenn dieses Fahrzeug schon an der Grenze entdeckt worden wäre, könnten die Menschen, die qualvoll gestorben sind, noch leben

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