Vor dem Standesamt sollen nun auch homosexuelle Paare getraut werden dürfen.

Foto: Bild: Dirk Vorderstraße / wikimedia (CC BY 2.0)
Homosexuelle: Bald Ehe vor dem Standesamt möglich?

Lifeball, homosexuelle Ampelpärchen und nun soll auch das Eheverbot vor dem Standesamt für Schwule und Lesben fallen. Österreich will sich in seiner selbst zugedachten Rolle als Toleranzland Nummer 1 übertrumpfen. Bisher war es homosexuellen Paaren zwar möglich, eine eheähnliche Gemeinschaft in Form der eingetragenen Partnerschaft zu schließen, nun sollen sie aber auch vor dem Standesamt heiraten können.

Homoehe auch vor Standesamt?

Eigentlich war bereits für dieses Jahr eine Änderung im Personenstandsgesetz von Familienministerin Sophie Karmasin vorgesehen. Damit wollte sie das bisherige Heiratsverbot für Homosexuelle vor dem Standesamt kippen. Ganz so rasch hat ihr Plan, auch homosexuelle Paare vor den Standesbeamten treten zu lassen, aber nicht funktioniert. Bisher konnten sich gleichgeschlechtliche Paare lediglich das Ja-Wort in Form einer eingetragenen Partnerschaft geben, aber keine richtige Hochzeitszeremonie durchlaufen.

Neben dieser Forderung will Karmasin aber auch die klassische Familie umkrempeln und den Vater vermehrt in die Kinderbetreuung einbeziehen. Obwohl der männliche Part der herkömmlichen Familie meist mehr verdient und daher auch nach Geburt eines Kindes weiter arbeiten geht, will die Familienministerin nun Anreize schaffen, um das zu ändern. Mit einem finanziellen Betrag von etwa 500 Euro pro Person will sie die Frau wieder früher in den Beruf locken, wenn der Mann dafür zuhause bleibt, anstatt sich für eine Lohngleichheit stark zu machen.

Ob dieser Betrag als Anreiz ausreicht, darf bezweifelt werden. Auch mit den übrigen abstrusen Toleranzmodellen scheint die Ministerin eher ein Sommerloch füllen zu wollen als klar strukturierte Reformen zu präsentieren. "Karmasins politische Linie ist eine klare Themenverfehlung. Sie ist nicht Gender-Ministerin, sondern sollte sich um die brennenden Probleme unserer Familien kümmern", so die freiheitliche Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller zu den aktuellen Aussagen. Wie es zusammenpasst, dass Karmasin bei ländlichen Auftritten einen Trachtenjanker trägt und sich gleichzeitig in Wien für Homoagenden stark macht, scheint niemand so richtig zu verstehen.

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