Christian Konrad wurde von der Regierung zum Flüchtlingskoordinator bestellt.

Foto: Bild: Franz Johann Morgenbesser from Vienna, Austria/ Wikimedia CC BY-SA 2.0
Buberlpartie holt Vaterfigur

Was wurde eigentlich aus Sebastian Kurz? Seit das Asylwerberchaos verheerende Ausmaße annimmt, scheint der Schönwetter-Politiker auf Tauchstation zu sein. Der ewige Student und seine ÖVP-Buberlpartie im Integrationsministerium müssten aber gerade jetzt beweisen, was sie können. Doch abgesehen von einer Reise nach Mazedonien, um sich das Drama an der Grenze anzuschauen, trägt Kurz zur Lösung der Zuwanderungsproblematik nichts bei. Seinem Büro wird nicht einmal die Koordination der Krise zugetraut, weshalb die Regierung sich entschloss, dem "kleinen Sebastian" eine Vaterfigur beizustellen: Den früheren Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad, der zum Flüchtlingskoordinator ernannt wurde.

Kommentar von Unzensurix

Die SPÖ-ÖVP-Regierung putzt sich ab. Hieß es früher "Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis", so wird heutzutage ein sogenannter Koordinator bestellt. Das sind aber auch keine Wunderwuzzis. Die Taktik hinter solchen Besetzungen? Zeit gewinnen und Lösungen möglichst auf die lange Bank schieben. Kommt am Ende nichts Brauchbares zustande, kann die Regierung den Koordinator leicht zum Buhmann machen. Wohl deshalb haben Werner Faymann (SPÖ) und Reinhold Mitterlehner (ÖVP) keinen Partei-Funktionär für diese Aufgabe genommen, sondern einen der ÖVP sehr nahestehenden Banker in Pension. Und SPÖ-Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek machte es noch schlauer, sie beförderte gleich die Grün-Politikerin Terezija Stoisits zur "Beauftragten für Flüchtlingskinder an den Schulen".

Wann kommt der Flüchtlingsoberkoordinator?

Dass Stoisits in Zukunft das ergänzende Gegenstück von Flüchtlingskoordinator Christian Konrad darstellen soll, ist für die freiheitliche Jugendsprecherin Petra Steger ein Armutszeugnis für die rot-schwarze Bundesregierung. "Wozu sich Österreich einen Bundeskanzler, eine Innenministerin und einen Integrationsminister leistet, wenn nun im Wochenrhythmus Koordinatoren als 'Wunderheiler' der Öffentlichkeit präsentiert werden, muss man den Steuerzahlern erst einmal erklären können. Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis der Flüchtlingsoberkoordinator für die Flüchtlingskoordinatoren kommt", so Steger.

Wildschwein-Gemetzel der Jagd-Elite

Aber zurück zu Christian Konrad. Hat dieser Mann wirklich das Format und das nötige Einfühlungsvermögen, um für die Regierung den Flüchtlingskoordinator zu machen? Ein Banker, ein Jäger. Würde man für diese Aufgabe eine Person nehmen, die im Verdacht steht, an einem Wildschwein-Gemetzel in einem Jagdgatter bei Kaumberg (NÖ) teilgenommen zu haben? Wo der frühere Raiffeisenboss gemeinsam mit Ex-Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) und Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly wild in die Menge geschossen haben soll. 93 Tiere wären laut Anzeige des Obmanns des Vereins gegen Tierfabriken (VGT), Martin Baluch, bei der Staatsanwaltschaft bei diesem Gemetzel getötet worden. Und am nächsten Tag hätte man noch 60 angeschossene Tiere gefunden. Unzensuriert.at berichtete, es gilt die Unschuldsvermutung.

Christian Konrad

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