Das Bienensterben steht nicht im Fokus des von der SPÖ geführten Gesundheitsressorts.

Foto: Bild: Ichwarsnur / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Oberhauser: Keine Lösung gegen heimisches Bienensterben

Mehr als ernüchternd sind die Aktivitäten der für den Tierschutz zuständigen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) in Sachen Bienensterben. Auf eine parlamentarische Anfrage von FPÖ-Tierschutzsprecher Josef Riemer, wie viele Bienenvölker unter anderem in Österreich in den letzten fünf Jahren aufgrund von in der Landwirtschaft angewandten Pesitzidcocktails starben, konnte die rote Ministerin nur bescheidene Lösungkompetenz anbieten:

Die Frage kann in dieser Form nicht konkret beantwortet werden, da auch andere Ursachen zu Bienenverlusten führen. Auch wird nicht jeder Verlust eines Volkes analysiert, daher gibt es diesbezüglich keine vollständige Aufstellung der Gründe für verlorengegangene Bienenvölker.

Dabei kam es allein im Winter 2014/2015 zu einem österreichweiten Verlust von Bienenvölkern von 28,5 Prozent. In der Bundeshauptstadt Wien wurden sogar 52,6 Prozent der Bienenvölker vernichtet.

Ministerin bietet nur allgemeine Analysen

Obwohl sich die Sterblichkeitsrate bei den österreichischen Bienenvölkern zwischen 2014/2015 zu 2013/2014 mehr als verdoppelt hat, versteigt sich das Gesundheitsministerium nur in allgemeinen Analysen ohne definitive Lösung :

Die von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in mehreren Projekten bearbeiteten Schäden an Bienenvölkern während der aktiven Bienenperiode (Frühjahr bis Herbst) wurden als erhöhte Mortalität von Bienen bzw. massiver Verlust von Flugbienen an die AGES gemeldet. Jedoch kam es zu keinem Absterben des gesamten Bienenvolks. Allerdings bringen Bienenvölker, immer schwächer werden und dadurch nachhaltig geschädigt sind, keinen Honigertrag und die Überlebensrate im Winter ist infolge der geringen Volksstärke reduziert. Während oder im Anschluss der Überwinterungsperiode kann es zum Absterben ganzer Völker (= Winterverluste) kommen.

In anderen Fragen ist das rot geführte Gesundheitsministerium demgegenüber viel aktiver, so etwa in Sachen Bierdosen-Grill, wo Aktionismus betrieben wird.

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