Beim Kirtag unerwünscht: Wiens Bürgermeister Häupl mit Bier übergossen

Mehr feucht als fröhlich soll für Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl die gestrige Eröffnung des Kaiserebersdorfer Kirtags in Simmering verlaufen sein. Mehrere Zeugen berichteten Unzensuriert.at, dass ein offenbar verärgerter Gast den Herrn Bürgermeister mit einem Krügerl Bier attackiert haben soll. Ein Unzensuriert.at zugespieltes Foto zeigt jedenfalls, dass Häupl nur wenige Meter vor einem Bierfass saß, an dem die Ausschank erfolgte.

FPÖ-Landtagsabgeordneter Hofbauer: Häupl war unerwünscht.

Der freiheitliche Landtagsabgeordnete Manfred Hofbauer – er war als Simmeringer Mandatar vor Ort – schilderte Unzensuriert.at seine Eindrücke:

Der Bürgermeister saß sichtlich schlecht gelaunt bei seinen Genossen und traute sich nicht unters Volk. Gleich nach der offiziellen Eröffnung wurde er von einem ,Fan‘ angegriffen und mit Bier angeschüttet. Der Täter wurde von den Sicherheitskräften aus dem Zelt getragen. Danach hat die Polizei die Sache aufgenommen und den Bürgermeister dazu befragt. Eine Stunde nach der Eröffnung ist die SPÖ mit Häupl gesenkten Hauptes relativ schnell wieder abgedampft. Man konnte eindeutig spüren, dass Häupl mehr oder weniger unerwünscht ist.

Häupl wurde von Polizistin einvernommen.

Außerdem seien auf den ersten Bänken lediglich ein paar rote „Jubelperser“ gesessen, welche die SPÖ aus ganz Wien herangekarrt habe, so Hofbauer. Weiter hinten sei Häupl bei seinem Auftritt unüberhörbar laut mit Pfui-Rufen begrüßt worden. Im Pressedienst der SPÖ, der den Titel „SPÖ-Häupl in Simmering: Beim Kirtag kommen die Leut' zsamm!“ trägt, wurde der Vorfall mit keinem Wort erwähnt. Ein weiteres Unzensuriert.at zugespieltes Foto dokumentiert zumindest Häupls Einvernahme durch die Polizei. Unzensuriert.at hat bei der Pressestelle der Polizei angefragt, ob Anzeige erstattet wurde und wird über die Antwort nachträglich berichten.

Nachtrag:

Gegenüber der Polizei gab Häupl an, etwas nass, aber nicht verletzt worden zu sein. Anzeige hat er nicht erstattet. Der Täter gab gegenüber der Polizei an, „gestolpert“ zu sein.

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