Die große Gleichschaltung: Vom Verschwinden der Vielfalt

Der Architekturkenner Norbert Borrmann weiß um die Gefahr fortschreitender Monotonie und fehlender Originalität in Städteplanung und -bau. Doch die Sphäre der Baukunst steht dieser Tage nur sinnbildlich für größere, weltumfassende Prozesse der Vereinheitlichung. Was ist mit „Globalisierung“ und „One World“ im Äußeren sowie „Multikultur“ im Inneren tatsächlich gemeint?

Verschwindende Vielfalt

1. Globalisierung bedeutet Amerikanisierung. Die angebliche wechselseitige Bereicherung durch fremde und ferne Kulturen entpuppt sich als Farce zugunsten einer Standardisierung von Kunst, Musik, Kultur und Sprache.

2. Der Traum vom Weltstaat wird zum Albtraum, weil die Einebnung der Unterschiede ganzer Völker und Kulturen im Zuge der Globalisierung damit unwiderruflich verknüpft ist.

3. Dasselbe gilt für das Konzept „Multikulturelle Gesellschaft“. „Bunt“ führt zu „grau“, was die Befürworter dieser Ideologie freilich eben so wenig stört wie die Tatsache, dass die vorgeblichen Antikapitalisten mit der Schaffung einer „industriellen Reservearmee“ (Karl Marx) zuvorderst den Kapitalismus bedienen. Borrmann zeigt die Macht dieser dominierenden Tendenz auf, ohne Resignation zu auszustrahlen. Noch bleiben Möglichkeiten und Wege, sich der großen Gleichschaltung zu verweigern.

Über den Autor

Dr. Norbert Borrmann, 1953, studierte Architektur, Kunstgeschichte und Geschichte in Berlin und arbeitet in der Denkmalpflege.

 „Die große Gleichschaltung“ kann zum Preis von 8,50 Euro hier bestellt werden.

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