Beim Staatsbesuch im Iran: Präsidenten-Gattin trägt Kopftuch

Ist die Frau des österreichischen Bundespräsidentin zum Islam konvertiert? Bilder, die am Montag in der ZIB 1 den Fernsehzuschauern gezeigt wurden und aktuell in der TVThek abrufbar sind, würden das wohl vermuten lassen. Glaubwürdiger allerdings ist, dass Margit Fischer von ihrem Mann dazu veranlasst wurde, das Kopftuch beim Staatsbesuch im Iran zu tragen, um die Chancen der mitreisenden Wirtschaftsdelegation zu erhöhen, dort künftig gute Geschäfte zu machen. Schließlich buhlen nach Aufhebung der Sanktionen auch andere Länder um die Gunst des Gottesstaates.

Wie eine Muslimin gekleidet

Fernsehzuschauer trauten jedenfalls ihren Augen nicht, als Margit Fischer streng wie eine Muslimin mit einem Kopftuch gekleidet aus dem Flugzeug stieg. Wahrscheinlich wollte die Präsidenten-Gattin religiösen Respekt einem Staat entgegenbringen, von dem sich Österreich wirtschaftliche Vorteile erhofft. Allerdings: Umgekehrt ist eine solche Geste des iranischen Staatschefs, der mit seiner Frau Österreich besucht, nicht vorstellbar. Die First-Lady des Iran wird sich hüten, rein aus Zeichen der Gastfreundschaft ein christliches Symbol zu tragen, zum Beispiel ein Kreuz an der Halskette. Wahrscheinlich würde die Bevölkerung im Iran bei einer solchen Handlung die Steinigung der Politiker-Gattin verlangen. Margit Fischer hingegen drohen in ihrer Heimat keine Repressalien oder gar Sanktionen der Kirche. Den unterdrückten Frauen in den arabischen Ländern hat sie mit ihrer Maskerade jedenfalls keinen guten Dienst erwiesen.

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