Umfrage: Jeder Dritte würde die FPÖ wählen

Wären diesen Sonntag Nationalratswahlen, dann ginge Platz eins ganz klar an die Freiheitlichen und ihren Bundesparteiobmann HC Strache, etwa jeder Dritte würde der FPÖ seine Stimme geben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Unique Research für das Nachrichtenmagazin Profil durchgeführt hat.

Konkret liegt die FPÖ in dieser Umfrage bei 33 Prozent, wie Profil vorab berichtete. Und es dürfte noch reichlich Luft nach oben geben, haben die Freiheitlichen doch im Vergleich zur Umfrage des Vormonates zwei Prozent zugelegt. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt das Meinungsforschungsinstitut Gallup für die Tageszeitung Österreich: Mit 32 Prozent lassen die Freiheitlichen die SPÖ mit 25 Prozent klar hinter sich.

Schlecht sieht es für die Kanzlerpartei SPÖ auch bei Unique aus: Sie käme nur noch auf 23 Prozent der Wählerstimmen. Der Juniorpartner in der Regierung, die ÖVP, fährt bei beiden Umfragen ein Minus ein und erreicht nur mehr 21 Prozent. Die Grünen dümpeln bei zwölf Prozent (Gallup) bzw. 14 Prozent (Unique) herum und den Neos würden sechs Prozent der Befragten ihre Stimme geben.

HC Strache auch in der Kanzlerfrage Spitze

Auch in der Kanzlerfrage hängt FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache Amtsinhaber Werner Faymann ab: Gäbe es eine Direktwahl, würden, so Unique, 22 Prozent für Strache stimmen, das sind um drei Prozent mehr als bei der Umfrage zuvor. SPÖ-Kanzler Faymann hingegen wollen nur mehr 18 Prozent als Regierungschef sehen. ÖVP-Chef und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner kommt nur auf 15 Prozent, Eva Glawischnig und Matthias Strolz bewegen sich im deutlichen einstelligen Bereich.

Neue Völkerwanderung: 69 Prozent mit Regierung unzufrieden

Profil wollte auch wissen, ob die Österreicher mit der Flüchtlingspolitik von Regierung und EU zufrieden sind. Wenig überraschend fiel die Antwort negativ aus. 69 Prozent der Befragten sind mit der Bundesregierung unzufrieden, 87 Prozent mit der EU.

Mit Abstand am besten vertreten fühlen sich die Österreicher in dieser Frage von der FPÖ. 23 Prozent trauen den Freiheitlichen zu, die richtigen Rezepte im Umgang mit dieser neuen Völkerwanderung zu haben. Zum Vergleich: Der Wert der SPÖ liegt bei 16  Prozent, die ÖVP kommt auf zwölf, die Grünen auf neun und die Neos  auf zwei Prozent.

Wien: HC Strache vor Triumph

Sollte es keine vorgezogenen Neuwahlen geben, findet der nächste bundesweite Urnengang erst 2018 statt. Bis zu den Landtagswahlen in Oberösterreich und Wien sind es allerdings nur mehr wenige Tage bzw. Wochen. Hier handelt es sich allerdings um Wahlgänge mit bundesweiter Bedeutung.

In Wien bahnt sich ein Polit-Erdbeben an: Bürgermeisterkandidat HC Strache und die Wiener Freiheitlichen liegen Kopf-an-Kopf mit der SPÖ von Amtsinhaber Michael Häupl: 33 Prozent gibt Gallup der FPÖ, die SPÖ liegt laut dieser Umfrage nur mehr bei 35 Prozent.

Die FPÖ komme der SPÖ äußerst nahe, liest man dazu in der Tagsezeitung Österreich, vor allem, wenn man bedenke, dass die Freiheitlichen zuletzt bei Umfrage um drei Prozent tiefer gelegen seien als beim tatsächlichen Wahl-Ergebnis. Will heißen: Das erste Mal seit Cajetan Felder – und damit seit fast 150 Jahren – kann mit HC Strache ein Freiheitlicher als Bürgermeister ins Wiener Rathaus einziehen.

Und auch in Oberösterreich zeigen die Umfragewerte, wie groß der Zuspruch der Bevölkerung für die Freiheitlichen ist: Im Land ob der Enns kratzt die FPÖ unter ihrem Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner laut Gallup an der 30 Prozent Marke, bei der Kurier-OGM-Umfrage liegen die Freiheitlichen sogar bei 31 bis 32 Prozent, während die ÖVP auf 36 bis 37 Prozent zurückfällt.

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