Deutsche Flüchtlingsbeauftragte: Nicht nur Flüchtlinge müssen sich integrieren, auch die Deutschen müssen sich anpassen

Aydan Özoguz: "Eine Einwanderungsgesellschaft zu sein heißt, dass sich nicht nur die Menschen, die zu uns kommen, integrieren müssen." Foto: PanchoS / wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Aydan Özoguz: "Eine Einwanderungsgesellschaft zu sein heißt, dass sich nicht nur die Menschen, die zu uns kommen, integrieren müssen."
Foto: PanchoS / wikimedia (CC BY-SA 2.0)
22. September 2015 - 12:10

Die deutsche Flüchtlingsbeauftragte und stellvertretende SPD-Chefin Aydan Özoguz (SPD) hat ein selbstgeschriebenes Strategiepapier vorgestellt, wie sie die gesellschaftliche Eingliederung der Flüchtlinge, die in Deutschland bleiben werden, in den Griff kriegen möchte. Sie fordert mehr Anstrengungen von Bund, Ländern und der Wirtschaft, eine noch weitere Öffnung des Arbeitsmarktes und vieles andere. Das wird die deutschen Steuerzahler einiges kosten.

In ihrem Strategiepapier gibt Aydan Özoguz auch Einblicke in ihre gesellschaftspolitischen Ziele. Motto: Multi-Kulti ist toll und Deutschland ist ein Einwanderungsland. Wörtlich heißt es nämlich in ihrem Papier:

Auch mit Blick auf die hohen Flüchtlingszahlen ist klar: Wir stehen vor einem fundamentalen Wandel. Unsere Gesellschaft wird weiter vielfältiger werden, das wird auch anstrengend, mitunter schmerzhaft sein. Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden.

Wer diese Zeilen so versteht, dass sich ihrer Ansicht nach auch die deutsche Bevölkerung den Einwanderern anzupassen habe, versteht sie richtig. Und damit in dieser Hinsicht nur ja keine Zweifel aufkommen, schreibt Özoguz in ihrem Strategiepapier weiters:

Eine Einwanderungsgesellschaft zu sein heißt, dass sich nicht nur die Menschen, die zu uns kommen, integrieren müssen. Alle müssen sich darauf einlassen und die Veränderungen annehmen.

Geht es nach Aydan Özoguz, müssen die Deutschen zur Integration ihren Beitrag zu leisten, sprich: Die Deutschen müssen sich im eigenen Land integrieren. Aus der Sicht Aydan Özoguz‘ eine klare Sache und längst überfällig. Es habe ja ohnehin schon jeder fünfte Bürger in Deutschland Migrationshintergrund. Das sollten die Deutschen doch einfach mal zur Kenntnis nehmen, lautet die Botschaft von Özoguz:

Deutschland ist längst nicht mehr der ethnisch homogene Nationalstaat, für den ihn viele immer noch halten. Es wird Zeit, dass sich unser Selbstbild den Realitäten anpasst, davon profitieren wir alle.

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