Flüchtlingseinfall unmöglich machen: Schweiz probt den Ernstfall

Für die Schweiz wäre ein Flüchtlingsansturm wie in Österreich nicht denkbar. Foto: cs:User:-xfi- / wikimedia (public domain)
Für die Schweiz wäre ein Flüchtlingsansturm wie in Österreich nicht denkbar.
Foto: cs:User:-xfi- / wikimedia (public domain)
23. September 2015 - 16:00

Ganz Europa streitet über die richtige Vorgehensweise in Bezug auf die immer mehr werdenden Zuwanderer. Bis auf Ungarn scheint kein Mitgliedsland eine ausreichende Lösung parat zu haben. Mit einem souveränen Beispiel geht nun aber auch die Schweiz voran. Dort werden militärische Truppen mobilisiert und es wird ungeschönt gesagt, dass man einen Ansturm wie in den Nachbarländern keinesfalls wünscht oder tolerieren werde.

Truppen werden mobilisiert

Während in Österreich vermeintlich traumatisierte Flüchtlinge oftmals Berge von Müll hinterlassen und von undankbaren Zwischenfällen berichtet wird, wurde das Bundesheer zu einem Assistenzeinsatz angefordert und in die Krisenregionen geschickt. Diese übernachten ganz ohne Medienaufmerksamkeit auf dem Boden und in provisorischen Zelten, die für die Ankömmlinge aus Nah und Fern jedoch nicht gut genug sind.

Für den Schweizer Bundesrat und Verteidigungsminister Ueli Maurer käme ein solches Szenario absolut nicht in Frage und die Forderung einiger Kantone, mehr Unterkünfte für Asylwerber bereit zu stellen, quittiert er gegenüber dem Medium 20 Minuten nüchtern: „Solange wir 150.000 freie Plätze in Zivilschutzanlagen haben, bin ich nicht bereit, unsere Soldaten in Zelten unterzubringen“.

„Wie die letzten Tage gezeigt haben, verschieben sich die Flüchtlingsströme in Europa innerhalb von Stunden“, erklärt der Verteidigungsminister die Bedeutung einer derzeit abgehaltenen Übung im Nordwesten der Schweiz unter dem Namen Conex 15. „Wir können nicht ausschließen, dass eine Unterstützung des Grenzwachtkorps durch die Armee notwendig wird. Darauf müssen wir vorbereitet sein“. Für diesen Fall wären seine Truppen mit rund 800 Mann bereit, innerhalb von 3 Tagen den Grenzschutz zu verstärken.

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