Im deutschen Halle versuchten Asylwerber das Sozialamt zu „stürmen“

Einen Vorgeschmack dessen, was sich auch bald in Österreich abspielen könnte, gab es diese Woche in Sachsen-Anhalt: Wie der MDR berichtet, versuchten rund 100 Sozialhilfeempfänger, vor allem Asylwerber aus Syrien und Afrika, das Sozialamt Halle zu stürmen – und zwar kurz bevor das Amt offiziell aufsperrte. Die Folge: Die Absperrgitter wurden überrannt, es entstanden Tumulte und ein Handgemenge, vier von sechs Mitarbeitern eines privaten Wachdienstes wurden verletzt. Die Polizei rückte an und konnte die Lage beruhigen.

Beim MDR erklärt man das Ganze mit einem „Missverständnis“: Montag ist Zahltag beim Sozialamt. Wer aber weder Geld noch Gutscheine abholen wollte, sondern ein anderes Anliegen hatte, musste sich nicht anstellen, sondern konnte an der Warteschlange vorbeigehen. Das habe laut Polizei für Unverständnis gesorgt.

Die Reaktion der Stadt: Sie will laut MDR jetzt mehrere Tage für die Auszahlung von Sozialleistungen zur Verfügung stellen und die Asylwerber besser informieren, „welche Zeitfenster für sie vorgesehen sind.“

Man stelle sich vor: Eine Hundertschaft Wienerinnen und Wiener versucht kurz vor Beginn der offiziellen Bürozeiten ins AMS Dresdner Straße einzudringen, überwindet die Absperrgitter, drängt ins Gebäude, verletzt den Wachmann, die Polizei rückt an. Konsequenzen gäbe es. Ob das großzügigere Öffnungszeiten und mehr Informationen wären? Eher nicht. Die Beachtung von Öffnungszeiten und ein Mindestmaß an Disziplin darf nämlich durchaus vorausgesetzt werden.

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