Heimlich fotografiert: Die Container-Lieferung im Heeresspital Stammersdorf.

Foto: Bild: Privat
Offenbar Plan nach der Wien-Wahl: 600 Flüchtlinge ins Stammersdorfer Heeresspital

Die Aufregung im Heurigenort Stammersdorf ist groß, seit bekannt wurde, dass offenbar nach der Wien-Wahl am 11. Oktober 600 Flüchtlinge in winterfesten Großraumzelten des Bundesheeres untergebracht werden sollen.

Verteidigungsministerium ist nichts bekannt

Auf Nachfrage von Unzensuriert.at im Verteidigungsministerium, ob diese Angaben stimmen, sagte Hauptmann Robert Rauter von der Kommunikationsstelle kurz und bündig: „H.o. ist von einer Unterbringung von Flüchtlingen im Heeresspital nichts bekannt.“ Dem gegenüber stehen allerdings die Ereignisse vom 11. September, als laut Schimanek ein „Erkundungstrupp“ des Militärkommandos Wien unter Major Sassmann im Heeresspital eintraf. Dieser soll eine Auswahl geeigneter Standorte für Zelte, Toiletten und Wasseranschluss sowie etwaige freizumachende Gebäudeteile ausgeforscht haben.

Häupl-Befehl: Keine Zelte vor der Wahl

Gegen Mitternacht des selben Tages sollen dann im Heeresspital vier Container mit 600 Feldbetten eingelangt sein. Tags darauf sollen dann – ebenfalls in Containern verpackt – 23 winterfeste Großraumzelte geliefert worden sein. Angeblich – und das birgt politischen Sprengstoff – soll Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) den Oberstarzt Dr. Wolf persönlich angerufen und gesagt haben: „Ich möchte vor der Wahl kein Zelt sehen!“ Jedenfalls soll dies Dr. Wolf den Anwesenden bei einem Ortsaugenschein am 11. September so wortwörtlich mitgeteilt haben. Dass Häupl jetzt auch Befehlsgewalt über das Wiener Militärkommando haben soll, wäre nicht nur neu, sondern wohl auch verfassungsrechtlich bedenklich.

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