Verschickte ein Komplize des SPÖ-Landtagspräsidenten Harry Kopietz die Wahlwerbung an die Eltern?

Foto: Bild: SPÖ Presse und Kommunikation/ Wikipedia (CC BY-SA 2.0)
Unterste Schublade: Elternvertreter verschickt SPÖ-Wahlempfehlung

Was wäre wirklich, wenn die SPÖ zum ersten Mal in der Zweiten Republik am 11. Oktober in Wien die Macht verliert? Es würde viel, was derzeit noch verschleiert werden kann, an die Öffentlichkeit gelangen. Und viele politische Mandatare und hochbezahlte Funktionäre würden ihren Job verlieren. So auch der 1. Wiener Landtagspräsident Harry Kopietz, der offenbar alles unternimmt, damit Wien rot und sein Amt gesichert bleibt. Auf seiner Facebook-Seite beschreibt Kopietz, "was in Wien wirklich zur Wahl steht…". Offenbar beeindruckt von diesem Wahlaufruf für Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hat nun ein Elternvertreter einer Höheren Bundeslehranstalt in Wien diese politische Botschaft an die Eltern einer Schulklasse verschickt.

Eltern empört

Politische Werbung über Schuleinrichtungen? Eigentlich verpöhnt, machen das nur politische Parteien, die der Verzweiflung nahe sind. Jedenfalls hatte das Rundschreiben mit dem Harry-Kopietz-Aufruf, SPÖ zu wählen, das ein Elternvertreter per E-Mail verschickte, nicht diese Wirkung, die sich die Sozialisten davon offenbar erwarteten. Unter den Eltern herrscht Empörung. Ein Vater sagte gegenüber Unzensuriert.at: "Ich habe den Elternvertreter, den Elternverein sowie Herrn Professor Kopietz persönlich um Stellungnahme gebeten, da eine solche Art von Werbung – egal für welche Partei – an einer Schule sicherlich nichts verloren hat."

"Im Interesse unserer Kinder"

Dem Verbreiter der Wahlwerbung war beim Versenden der E-Mail selbst nicht wohl, denn zum Anhang der politischen Werbung an die "Infos von Frau Professor…" schreibt der Postillon der Genossen: "…einerseits ist es mir klar, dass dies nicht Aufgabe in meiner Funktion als Elternvertreter ist; andererseits ist es mir persönlich und sicherlich im Interesse unserer Kinder – ein großes Anliegen, auch diese Info zu verbreiten, wo immer sich die Möglichkeit dazu bietet!" Ein Elternvertreter einer Höheren Lehranstalt findet es also "im Interesse unserer Kinder" richtig, Wahlwerbung für die SPÖ zu machen. So geht es also zu in manchen Wiener Schulen!

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