Wiens ÖVP-Chef Manfred Juraczka hat offensichtlich schon die Flinte ins Korn geworfen.

Bild: Waerfelu/Wikimedia(CC BY 3.0)
Resignation: ÖVP Wien macht kleines Wahlkampf-Finish

Dunkle Vorahnungen machen der Wiener ÖVP offensichtlich wenige Tage vor den Landtags- und Gemeinderatswahlen am 11. Oktober 2015 zu schaffen. Der ohnehin bescheidene Wahlkampfabschluss am innerstädtischen Wiener Michaelerplatz am Donnerstag, wurde jetzt kurzerhand in die Arkaden der ÖVP, das heißt vor die ÖVP-Zentrale am Rathausplatz verlegt. Dort soll jetzt ein sogenanntes Wahlkampffinish mit dem Titel „Endspurt zum Kurswechsel“ unter Ausschluss der Bürgerinnen und Bürger stattfinden. 

Obwohl man alle Kandidaten auf der Landtagswahlliste und den 23 Bezirksvertretungswahllisten eingeladen hat, hat den Organisatoren nun offensichtlich der Mut verlassen und man zieht sich auf das Territorium des eigenen Parteibüros zurück. Offensichtlich tragen ÖVP-Landesparteiobmann Manfred Juraczka und seine letzten Getreuen dem Wahlergebnis am kommenden Sonntag bereits im Vorfeld Rechnung und üben sich in Bescheidenheit.

ÖVP wird schlechtestes Ergebnis in ihrer Geschichte einfahren

Eines ist bereits vor der endgültigen Wahl am Sonntag klar: Die ÖVP Wien wird das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte einfahren. Sie hat in den letzten drei Jahrzehnten von knapp 35 Prozent auf zuletzt 14 Prozent abgebaut. Aktuell droht ihr ein Ergebnis von 10 Prozent oder weniger. 

Zuletzt machte der ÖVP Wien vor allem der Wechsel der Bezirksvorsteherin des 1. Bezirks, Ursula Stenzel, als unabhängige Kandidatin zur FPÖ zu schaffen. Viele konservative und liberale Bürgerliche wollen ihr mit einer Stimmabgabe für HC Strache und sein Team am Sonntag folgen. 

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