Renate Künast empfiehlt der Polizei im Einsatz bei Muslimen in Socken herumzulaufen.

Foto: Bild: Till Westermayer/ Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Grüne Forderung: Polizisten sollen im Einsatz bei Muslimen die Schuhe ausziehen

Im "Maischberger"-Talk im ARD traf die Grün-Politikerin Renate Künast auf die Streifenpolizistin Tania Kambouri. Als diese von Beleidigungen und Gewalt gegen die Polizei erzählte, empfahl Künast ihr allen Ernstes, die Schuhe auszuziehen, wenn sie zu einem Einsatz bei Muslimen gerufen werde.

Im Dienst auf Socken laufen

Grün-Politikerin Renate Künast hat schon so manchen Vorschlag gemacht, den sie vielleicht besser für sich behalten hätte. So wurde zum Beispiel ihr Vorhaben, einen "Veggie Day" in deutschen Kantinen einzuführen, von vielen als Bevormundung zurückgewiesen. Als grüne Spitzenkandidatin bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus sorgte sie mit ihrer Forderung nach einer Tempo-30-Beschränkung für die ganze Hauptstadt für Kopfschütteln.

Und nun, in der Talkrunde von Sandra Maischberger, hat  "Plapper"-Künast – wie sie in deutschen Medien schon gern genannt wird – einen Vorschlag für die "Erleichterung" der Polizeiarbeit gemacht. Der Tipp stieß auf wenig Gegenliebe. Nicht nur bei der Streifenpolizistin, die gerade ein Buch über Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber Polizeibeamten geschrieben hat, sondern auch bei Fernsehzuschauern. In der Talkshow sagte Kambouri: „Die Gewalt geht überwiegend von Migranten aus muslimisch geprägten Ländern aus.“ Die Grün-Politikerin riet der jungen Polizistin daraufhin, sie solle selbst mehr Respekt gegenüber muslimischen Migranten zeigen – und im Dienst auf Socken laufen. „Wenn der Einsatz so ist, dass man Zeit hat, die Schuhe auszuziehen, würde ich immer erwarten, dass man wegen der Religionsfreiheit diesen Schritt macht“, so Künast.

Im Einsatz geht Eigensicherung vor

FOCUS-Online befragte die Streifenpolizistin nach der Sendung zur Künast-Aussage: Natürlich würde sie im privaten Bereich die Schuhe ausziehen, wenn sie bei Muslimen zu Hause oder in einer Moschee wäre, so die Polizistin. „Aber im Einsatz geht die Eigensicherung vor. Und dann kann es nicht sein, dass wir die Schuhe ausziehen, weil die Situation jederzeit eskalieren kann.“ Ein Beamter könnte beispielsweise unerwartet einen Flüchtigen verfolgen oder sich zur Wehr setzen müssen.
„Wir werden nicht gerufen, wenn alles in Ordnung ist“, erläutert Kambouri weiter, darum müsse man immer Vorsicht walten lassen. Sie selbst habe schon erlebt, wie vermeintlich ruhige Situationen plötzlich eskalieren. Ohne Schuhe sei ein Beamter dann „wehrlos“ und die Verletzungsgefahr erhöht. Gerne hätte sie das in der Talk-Runde auch Frau Künast erklärt, sagt die Polizistin. „Aber so wie viele Politiker eben sind, hat sie mich nicht ausreden lassen.“

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