Italien: Banken-Fonds muss marode Kreditinstitute retten

Banca Popolare dell'Etruria und andere Banken brauchen wieder Milliarden.  Foto: Cesare Pavese 14/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)
Banca Popolare dell'Etruria und andere Banken brauchen wieder Milliarden.
Foto: Cesare Pavese 14/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)
14. Oktober 2015 - 17:06

Kein Ende ist in Italien in Sachen Bankenkrise abzusehen. Aktuell müssen weitere drei Kreditinstitute an den Tropf des römischen Bankenfonds. Die drei Klein-Banken Carife, Banca Marche, Banca Popolare dell'Etruria weisen einen akuten Finanzbedarf von 2,2 Milliarden Euro auf. Bereits bisher standen sie wegen ökonomischer Schieflage unter dem Kuratel einer Sonderverwaltung. Nun soll der Bankenfonds als Großaktionär bei den drei Bankinstituten einsteigen.

Und diese Rettungsaktion ist keineswegs das absehbare Ende einer schmerzhaften Rekapitalisierung eines faktisch insolventen Bankensystems. Insgesamt sitzen die italienischen Banken auf Problemkrediten im Gesamtwert von 200 Milliarden Euro.  

Bank-Austria-Mutter UniCredit muss zahlen

Bezahlen müssen diese Bankenrettung wieder einmal Großinstitute wie Intesa Sanpaolo und die Bank Austria-Mutter Unicredit. Gerade für die UniCredit wird dies zu einem fortlaufenden Fass ohne Boden. Dabei hat das italienische Spitzeninstitut selbst Restrukturierungsbedarf und sucht nach Einsparungspotentialen.

So wurden jüngst etwa umfangreiche Personalreduktionspläne bekannt, die auch zu einem Kahlschlag bei Bank Austria-Mitarbeitern in Österreich führen könnten. 

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