An der Uni Salzburg beteiligt sich der VSStÖ an einer Schmutzkübelkampagne gegen einen Funktionär der eigenen Gruppierung.

Foto: Bild: Prissantenbär / wikimedia (gemeinfrei)
VSStÖ schließt Verbindungsstudenten aus!

Nachdem bekannt wurde, dass Maximilan Wagner, zweiter ÖH-Vorsitzender an der Uni-Salzburg einer Studentenverbindung angehört, will der Verband sozialistischer Studenten (VSStÖ) den verdienten Genossen ausschließen. Wagner, Mitglied einer Studentenverbindung in Passau, hat sich jahrelang ehrenamtlich in der Hochschülerschaft der Universität Salzburg engagiert. Er hat dabei verschiedenste Funktionen in den Studenten- und Fakultätsvertretungen?ausgeübt und war zuletzt stellvertretender ÖH Uni-Salzburg Vorsitzender für den VSStÖ, in einer Koalition mit den Grün-Alternativen Studenten (GRAS).

Schmutzkübelkampagne

Sein politisches Engagement wurde ihm schließlich zum Verhängnis: Nachdem gegen die ÖH-Vorsitzende der GRAS Vorwürfe bezüglich Datenmissbrauch laut wurden, kündigte Wagner die Koalition mit den grünen Studenten und leitete eine Zusammenarbeit mit der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft ein. Diesen Schritt nahm die GRAS zum Anlass, Wagner aufgrund seiner Mitgliedschaft in einer studentischen Verbindung zu diffamieren. Eine Schmutzkübelkampagne letzter Klasse war die Folge.

Obwohl seine Mitgliedschaft in der schlagenden Verbindung der ganzen Hochschülerschaft in Salzburg bekannt war und er sogar mit den Stimmen der GRAS gewählt worden war, hat der Bundes-VSStÖ ein Ausschlussverfahren eingeleitet und Wagner zum Rücktritt von allen ÖH-Funktionen gezwungen. Maximilian Stangl vom RFS-Salzburg ist entsetzt: "Studenten ob ihrer Mitgliedschaft in einer Verbindung zu diskriminieren, ist letztklassig. Falls Wagner seine politische Arbeit in der ÖH fortsetzen möchte, bietet ihm der RFS-Salzburg gerne eine neue poltische Heimat".

Autoritäre Züge bei VSStÖ

"Der politische Stil des VSStÖ hat eindeutig autoritäre Züge. Unbequeme Mitglieder einfach auszuschließen und Studentenverbindungen verbieten zu wollen war schon in der DDR en vouge", so RFS-Bundesobmann-Stellvertrter Felix Mayrbäurl.  

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