NEWS-Verlag: Magazine Trend und Format werden zwangsfusioniert

Ein weiterer Kahlschlag im Bereich der österreichischen Systemmedien steht ab 1. Jänner 2016 auf dem Programm. Die beiden Wirtschaftsmagazine Trend und Format werden, wie unter anderem der Standard berichtet, unter dem Dach des NEWS-Verlags zwangsfusioniert. Damit verschwindet defacto das Wochenmagazin Format als Marke gänzlich vom Markt, wird aber unter dem Titel Trend weitergeführt. Dazu soll es ab Jänner 2016 eine Art „Premium-Trend“ geben, der einmal monatlich herausgegeben werden soll.

Der nun gewählte „österreichische Weg“ soll auch dazu dienen, einen möglichst großen Teil der bisherigen Redaktionsmitarbeiter weiter beschäftigen zu können. Abgerundet werden soll die ökonomisch bedingte Zwangsfusion mit einem neuen Online-Auftritt des Trend.

Alternative wäre Kompletteinstellung  von Format gewesen

Eine Alternative für den jetzt eingeschlagenen Weg wäre laut Standard eine ersatzlose Abschaffung des Format gewesen. Die Altverträge von Mitarbeitern in den Redaktionen der beiden Wirtschaftsmagazin sollen ein Hindernis gewesen sein. Und das auf beide Magazine verteilte Inseratenaufkommen sprach wahrscheinlich auch dagegen. Mit dieser Zwangsfusion kommt es in den Augen von Medienbeobachtern jedenfalls zu einem weiteren Bodenverlust für die im NEWS-Verlag konzentrierten Systemmedien, die seit Jahrzehnten auch ein Hort linken Gesinnungsjournalismus gewesen sind. Das Format wurde im Oktober 1998 gegründet, der Trend bereits 1970 von Oskar Bronner.

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