Bundesheer: Sprache wird zwangsgegendert

Dies sind zukünftig keine Soldaten mehr, sondern Militärpersonen oder SoldatInnen. Foto: Karl Gruber / wikimedia (CC BY 2.0)
Dies sind zukünftig keine Soldaten mehr, sondern Militärpersonen oder SoldatInnen.
Foto: Karl Gruber / wikimedia (CC BY 2.0)
20. Oktober 2015 - 15:00

Auch im österreichischen Bundesheer greift das Gendern um sich: Das Verteidigungsministerium hat einen Leitfaden herausgegeben, der bestimmte Worte zensiert, um den weiblichen Rekruten den Alltag im Heer angenehmer zu gestalten.

Einfache Pronomen werden gestrichen

Laut einem Bericht der Salzburger Nachrichten, die den ressortinternen "Sprachleitfaden für einen geschlechter- und diversitätsgerechten Sprachgebrauch" zitieren, wird unter anderem eine ganze Reihe von Wörtern in Zukunft zensiert und nicht mehr verwendet, wie zum Beispiel "Mannschaft" oder auch Pronomen wie "man" oder "jeder". Auch sollen, wo nur möglich, Männer und Frauen einzeln erwähnt oder das Binnen-I benutzt werden. Ebenso kann "neutralisiert" werden, so werden Soldaten zu "Militärpersonen".

Obwohl der Leitfaden nicht den Status einer Vorschrift hat, soll dessen Umsetzung durch die Führungskräfte eingefordert werden. Ob er großen Anklang findet, bleibt jedoch fraglich: Die gendergerechte Umbenennung von Dienstgraden wie Hauptmann oder Wachtmeister wurde "in dieser Umsetzungsphase" ausgelassen, da die betroffenen Frauen in jenen Graden darauf bestanden, die jetzige Namensgebung beizubehalten.

Wollen Sie täglich per Mail über die neuesten Artikel informiert werden? Hier können Sie sich anmelden.
Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
Loading...
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.