Ein deutscher Planer will den Flüchtlingen eine neue Heimat bauen: Im Stadtzentrum steht eine Moschee.

Bild: NatiSythen - Eigenes Werk/ Wikimedia CC BY-SA 3.0
Willkommen in Neu-Aleppo! Planer entwickelten Flüchtlingsstadt mit Moschee im Zentrum

Sie soll hell und farbenfroh sein, viel Grün entlang der Straßen haben, mit architektonischen Elementen aus der Heimat der Bewohner – damit sie ihre Identität wiederfinden: Planer in Deutschland entwickelten eine Stadt für 30.000 Flüchtlinge mit einer Moschee im Zentrum. Sie soll rund 500 Millionen kosten – und zahlen sollen diese Summe auch jene deutschen Bürger, die von einer Wohnung in einer solchen Stadt nur träumen können.

Kinos und Sportplätze

Das Geschäft mit Flüchtlingen boomt. Warum sollen an der derzeit unkontrollierten Zuwanderung nicht auch Architekten und Baufirmen profitieren? Manfred Osterwald ist Architekt und Generalplaner dieses Neu-Aleppo, das in der Zeitung Die Welt beschrieben ist. Er habe die Vision, Flüchtlingen in Deutschland eine neue Heimat zu bauen. "Smart Home City" nennt er seine Stadt für Flüchtlinge, die er mit allem ausstatten will, was eine Stadt ihren Bewohnern nur bieten kann: Wohnungen, Supermärkte, Schulen und Krankenhäuser, Sportplätze, Kinos und Werkstätten, viel Grün und vor allem einen zentralen Platz mit einer Moschee. Die Flüchtlinge sollen sich zu Hause fühlen. Und nicht nur das. Sie sollen die neue Stadt mitplanen, mitbauen, mitverwalten. Quasi ein Trainee-Programm, um sich in Deutschland zurechtzufinden.

Warnung vor Gettos

Vor dem Bau von Gettos warnt hingegen Christine Langenfeld, die Vorsitzende des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR): "Es ist wichtig für die Integration von Flüchtlingen, dass sie möglichst rasch in Kontakt zur einheimischen Bevölkerung kommen und am Alltagsleben teilnehmen." Das müsse sich auch in der Wohnsituation widerspiegeln. Dieses Argument will Architekt Osterwald aber nicht gelten lassen und hofft, Bund und Länder für sein Projekt begeistern zu können.

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