Die Piraeus Bank braucht neben anderen griechischen Geldinstituten wieder eine massive Kapitalspritze zum Überleben.

Foto: Bild: Erud/Wikimedia(CC BY 3.0)
Griechische Banken brauchen schon wieder Geld

In Athen zeichnet sich eine neue Bankenkrise ab. Die vier griechischen Institute Piraeus Bank, National Bank of Greece, Eurobank und Alpha Bank haben einen frischen Kapitalbedarf von nicht weniger als 14,4 Milliarden Euro. Dieser Betrag fehlt ihnen aktuell, um dem europäischen Banken-Regulierungsregime Genüge zu tun. Nun hat ihnen die Europäische Zentralbank (EZB) eine Frist bis zum 6. November gegeben, um konkrete Restrukturierungspläne vorzulegen.

Die vier Bankhäuser hatten durch die fortgesetzte Kapitalflucht griechischer Anleger seit Jahresbeginn 2015 sehr viel Eigenkapital verloren. Im Juni 2015 mussten die Banken deshalb sogar für mehrere Wochen schließen

Müssen wieder die Euro-Staaten mitzahlen?

Gegenwärtig geht in Sachen ökonomischer Gesundung Griechenlands wieder einmal nichts weiter. Realistische Beobachter gehen davon aus, dass neuerlich die Euro-Staaten direkt oder über die EZB zur Ader gelassen werden, um die Banken in Athen zu retten. Aus eigener Kraft wird es die aktuelle Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras jedenfalls nicht schaffen, da sie auch bei anderen Reformprojekten wieder einmal säumig ist. Zur Rechtfertigung des 86 Milliarden Euro schweren dritten Hilfspakets hat die SYRIZA-Regierung in Athen außer Lippenbekenntnissen bisher nichts gezeigt. 

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