Die Arbeitslosigkeit bleibt auf einem Höchststand. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) erkennt dennoch „erste Anzeichen einer Entspannung“.

Foto: Bild: Karl Gruber / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Bereits 411.000 Arbeitslose in Österreich

Österreich steuert mit Riesenschritten auf eine neue Rekordarbeitslosigkeit zu. Mit Stand Ende Oktober 2015 waren nicht weniger als 411.000  Arbeitslose zu verzeichnen. Das musste der für die Arbeitsmarktpolitik zuständige Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) nun bekanntgeben. Die vor zwei Jahren durch den Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS), Johannes Kopf, prognostizierte Zahl von einer halben Millionen Menschen, die in diesem Winter ohne Job sein könnten, dürfte sich spätestens Ende Jänner 2016 bewahrheiten. Die Arbeitslosigkeit geht mittlerweile quer durch alle Ausbildungsschichten.

Mit 197.034 Arbeitslosen ist die Gruppe jener, die maximal einen Pflichtschulabschluss haben, dominierend. Diese Gruppe verzeichnete zuletzt jedoch „nur mehr“ eine Steigerung von 4,9 Prozent, während etwa die Akademikerarbeitslosigkeit um 15,1 Prozent und jene bei höhergebildeten Personen um 10,9 Prozent in die Höhe schnellte. Erschreckend stellt sich auch die Entwicklung im sogenannten „Haupterwerbsalter“, das heißt bei den 25- bis 49 Jährigen, dar: In diesem Segment nahm die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Oktober 2014 allein um knapp 13.000 Betroffene zu.

Ausländerarbeitslosigkeit erreicht neue Spitzenwerte

Regional erweist sich einmal mehr die Bundeshauptstadt Wien als Zentrum der österreichischen Arbeitslosigkeit. So waren dort Ende Oktober insgesamt 149.267 Personen ohne Job. Das ist auch eine unmittelbare Auswirkung der Ausländerarbeitslosigkeit, die in Wien am höchsten ist. So stieg die Ausländerarbeitslosigkeit in Gesamtösterreich auf den Spitzenwert von 118.468 Personen und damit gleich um 14.627 Arbeitslose gegenüber dem Vergleichsmonat im Oktober 2014.

Demgegenüber gingen die Personenanzahl in Schulungsangebote des AMS gegenüber Oktober 2014 um nicht weniger als 7.407 oder 9,4 Prozent zurück. Das traf allerdings ausschließlich Inländer, wo 9.944 Personen weniger an Schulungen teilgenommen haben, während die Anzahl der ausländischen Schulungsteilnehmer um 2.537 auf insgesamt 24.134 angestiegen ist. 

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