Rund 2,2 Millionen Euro berappt der Steuerzahler für die Gagen der AMS-Chefs

Die Gehälter so mancher AMS-Chefs steigen offenbar mit der Anzahl der Arbeitslosen, mögen manch böse Zungen behaupten. Eine Anfragebeantwortung aufgrund einer Anfrage der freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Dagmar Belakowitsch-Jenewein offenbart, wie fürstlich beim Arbeitsmarktservice zwei parteinahe Vorstandsmitglieder abkassieren. Die Kronen Zeitung brachte unlängst die Fakten.

Hier zur Erinnerung: AMS-Vorstandsvorsitzender Herbert Buchinger – er wird der SPÖ zugerechnet – verdiente 2015 stolze 180.499 Euro brutto, 2008 waren es noch 163.113 Euro. Johannes Kopf, Mitglied des Vorstandes und ÖVP-nahe, verdiente 2015 169.329 Euro – und somit mehr als Buchinger 2008 als Vorstandschef kassierte. Im Jahr 2008 verdiente Kopf aber auch nicht schlecht. 153.250 Euro brutto gabs aus dem Steuertopf.

Fürstliche Gehälter für AMS-Geschäftsführer

Die Gesamtsumme an Steuergeldern, die für die Gagen der AMS-Chefs draufgehen,  ist jedoch wesentlich höher. Sozialminister Rudolf Hundsdorfer musste aufgrund einer zweiten Anfrage horrende Zahlen in einer Anfragebeantwortung preisgeben, was denn die AMS-Landesgeschäftsführungen österreichweit für Kosten verursachen. Die neun Landesgeschäftsführer und ihre Stellvertreter – insgesamt also 18 Personen – dürften ein ordentliches Gehalt beziehen. Jeder einzelne dürfte im Schnitt auf über 100.000 Euro brutto kommen. Genaueres ist aus Datenschutzgründen aus der Anfragebeantwortung nicht zu entnehmen. Nur soviel, dass Landesgeschäftsführer und Stellvertreter im Burgenland und Vorarlberg gesamt auf 366.455,20 Euro kommen, Kärnten, Salzburg und Tirol auf 593.271,70 Euro und die restlichen vier Bundesländer auf 836.816,90 Euro. Fast 1,8 Millionen Euro an Steuergeld also müssen für die Geschäftsführer und ihre Stellvertreter jährlich locker gemacht werden.

Auch bei Reisekosten nicht bescheiden

Und die Geschäftsführer vereisen auch gerne. Man sollte meinen, dass bei derart fürstlichen Gehältern die Reisekosten selbst bezahlt werden. Allerdings musste der Steuerzahler im Jahr 2014 immerhin über 32.000 Euro an Reisekostenersätzen berappen. Besonders reisefreudig waren offenbar die Tiroler Geschäftsführer mit über 7.400 Euro. Die bald 500.000 Arbeitslosen österreichweit machen offenbar viele Dienstreisen notwendig…

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