Zumindest ein Paris-Attentäter reiste quer durch Österreich! | Unzensuriert.at

Zumindest ein Paris-Attentäter reiste quer durch Österreich!

Grenzkontrollen gibt es schon lange nicht mehr! Konnten dadurch die Attentäter ungestört durch Österreich reisen? Foto:  Michael Pollak / flickr.com (CC BY 2.0)
Grenzkontrollen gibt es schon lange nicht mehr! Konnten dadurch die Attentäter ungestört durch Österreich reisen?
Foto: Michael Pollak / flickr.com (CC BY 2.0)
14. November 2015 - 12:30

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„Grenzen sichern tun wir nicht, Zäune bringen nichts“. Solches oder so ähnliches hörte man in den vergangenen Wochen von Personen, die fernab jeglicher Realität leben. Grenzzaun-Befürworter wurden als rechte „Hetzer“ oder als Feinde des geeinten Europas bezeichnet. Ob nun angesichts der Tatsache, dass zumindest einer der mutmaßlichen Paris-Attentäter quer durch Österreich reiste, ein Umdenkprozess bei so manchen stattfindet, ist jedoch zu bezweifeln.

Über 300 Kilometer quer durch Österreich

Laut Focus-Online konnte die bayerische Polizei vergangene Woche einen Mann aus Montenegro festnehmen, der ein ganzes Waffen-Arsenal im Auto hatte. Maschinenpistolen, einen Revolver, Taschen voll Munition und einige Kilogramm TNT-Sprengstoff konnten sichergestellt werden. Zudem fand die Polizei Unterlagen, die eindeutig darauf hinwiesen, dass der Mann auf dem Weg nach Paris war und für den Terrorakt einen konkreten Auftrag hatte.

Bevor der Montenegriner auf der Autobahn zwischen Salzburg-München von Schleierfahndern aufgegriffen worden war, konnte er völlig ungestört quer durch die Alpenrepublik Österreich reisen. Laut Google-Maps handelt es sich um eine Fahrtstrecke mit weit mehr als 300 Kilometern. Auch am „Grenzübergang“ Spielfeld dürfte sein brisante Ladung keinem aufgefallen sein. Wie auch? – Grenzkontrollen gibt dort schon lange nicht mehr.

Bis dato schweigt der Mann gegenüber der Polizei. Auch auf einen Anwalt habe er bis zum jetzigen Zeitpunkt verzichtet. Ob noch weitere und wie viele der Paris-Attentäter Österreich durchquerten und sich womöglich sogar als Flüchtlinge deklariert hatten, ist unklar. Fazit: Ein weiterer grenzenloser Skandal…

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