Bayerns Innenminister Herrmann droht, den Islamisten die doppelte Staatsbürgerschaft entziehen zu wollen.

Foto: Bild: Haraldbischoff / Wikipedia CC BY-SA 3.0
Forderung aus Bayern: Innenminister will Islamisten Staatsbürgerschaft entziehen

FPÖ-Obmann HC Strache hat letzte Woche gefordert, radikale Islamisten auf einer Insel zu internieren. Außerdem müsse Syrien-Rückkehrern, die auf der Seite der Terroristen gekämpft haben, die Staatsbürgerschaft entzogen werden. Mit seiner harten Gangart steht der FPÖ-Obmann nicht alleine da. Mittlerweile kommen ähnliche Töne vom bayrischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Gegenüber der Welt am Sonntag warnte Hermann vor potenziellen Terroristen, bei denen der Staat Härte zeigen müsse. Aus Sicht des Ministers lässt sich ein Großteil der Gefährder durch Sozialarbeit oder bessere Präventionsprogramme nicht mehr erreichen. Zu den Maßnahmen solle „der Entzug der Staatsbürgerschaft bei Islamisten gehören, die eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen“.

420 islamistische Gefährder in Deutschland

In Deutschland gibt es 420 islamistische Gefährder. Die daraus resultierende mögliche Terrorgefahr ist nach Informationen der Welt am Sonntag regional sehr unterschiedlich: Wie eine Umfrage unter den Sicherheitsbehörden der Bundesländer ergab, lebt ein Großteil dieser Islamisten – nämlich 125 – im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Sachsen-Anhalt hingegen hat keinen einzigen Gefährder gemeldet. Die Anzahl der Gefährder ist in ganz Ostdeutschland gering: So verzeichnen Brandenburg und Thüringen Gefährder im niedrigen einstelligen Bereich. Berlin hat eine niedrige dreistellige Zahl.

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