IS rekrutiert Jugendliche in der Schweiz mit Geldprämien für Kopftuchtragen und Vollverschleierung

Jugendliche und Kinder in der Schweiz werden vom IS mit Geldprämien für den Dschihad angeworben. Foto:  Marius Arnesen / flickr (CC BY-SA 2.0)
Jugendliche und Kinder in der Schweiz werden vom IS mit Geldprämien für den Dschihad angeworben.
Foto: Marius Arnesen / flickr (CC BY-SA 2.0)
23. November 2015 - 11:35

Trotz der erhöhten Terrorwarnstufen in vielen Staaten Europas, rekrutiert der Islamische Staat in den hiesigen Gesellschaften ungehindert weiter. In der Schweiz soll der IS in zahlreichen Moscheen vor allem Kinder und Jugendliche für den Dschihad im Nahen Osten anwerben. Dabei werden die potentiellen Rekruten mit Prämien für Kopftuchtragen und Vollverschleierung geködert.

185 Euro für radikalislamisches Verhalten

Erst im September geriet den Ermittlern in der Schweizer Gemeinde Winterthur eine radikalislamische Moschee ins Visier. Dort sollen neben Kindern auch zwei junge Frauen für den Dschihad in Syrien angeworben worden sein. Dabei locken die Islamisten mit Geld. Laut dem Stadtparlamentarier Blerim Bunjaku bekommen Frauen die freiwillig ein Kopftuch tragen und sich ganz verschleiern rund 185 Euro von den IS-nahen Islamisten. Aber auch die Familien der rekrutierten erhalten Geld, wenn sie ein weiteres Familienmitglied von der islamischen Lebensweise überzeugen. Dabei wird die Prämie auch öfters ausbezahlt, weshalb Jugendliche so bis zu 2000 Franken kassieren können.

Durch die enormen Geldsummen die der IS besitzen dürfte, spiele es keine Rolle wie viele Finanzmittel in Europa für die Rekrutierung aufgewendet werden müssen. Auch unter den ankommenden Flüchtlingen wird verstärkt versucht, über Geldprämien für den "heiligen Krieg" zu werben.

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