Kupferdieb wurde bei Tatbegehung regelrecht „gegrillt“

Ein Stromverteilerkasten wurde einem Kriminellen zum tödlichen Verhängnis.  Foto: Red hat/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)
Ein Stromverteilerkasten wurde einem Kriminellen zum tödlichen Verhängnis.
Foto: Red hat/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)
24. November 2015 - 10:30

Regelrecht „gegrillt“ wurde ein rumänischer Kupferdieb, als er sich an einem Schaltraum in Wien-Landstraße zu schaffen machte. Der Verbrecher hatte sich illegalen Zugang zu einem Kellergeschoss in einem aufgelassenen Fabriksgelände in der Franz-Grill-Straße, verschafft. Dort wollte er aus dem Schaltraum Kupferkabel aus einer elektrischen Vorrichtung stehlen. Die Anlage stand jedoch unter einer Stromspannung von 10.000 Volt und der Rumäne wurde durch die Energie in Flammen gesetzt.

Herbeieilende Helfer konnten den schwer verletzten Dieb nicht mehr retten und er verstarb noch an der Unfallstelle. Im Umkreis des Tatortes konnten drei weitere Rumänen, die offensichtlich als Beitragstäter fungiert hatten, dingfest gemacht werden.

Kupferdiebstahl ist ein Massendelikt in Österreich

Der durch den Unfall aufgedeckte Kupferdiebstahl ist keineswegs ein Einzellfall, vielmehr handelt es sich nach Kriminalexperten aktuell um ein Massendelikt, das vor allem von Banden aus Osteuropa begangen wird. In der Vergangenheit waren auch schon Schrotthändler, Grabbesitzer, die ÖBB oder die Wiener Linien Opfer dieses Kriminalitätszweigs, der sehr hohen Schaden anrichtet. 

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