Jeannée gegen Keszler: Übler Streit um TV-Tanz

Jeannée fehle es gänzlich an Manieren, schrieb Gery Keszler auf seiner Facebookseite. Foto: Franz Johann Morgenbesser from Vienna, Austria/ Wikimedia CC BY-SA 2.0
Jeannée fehle es gänzlich an Manieren, schrieb Gery Keszler auf seiner Facebookseite.
Foto: Franz Johann Morgenbesser from Vienna, Austria/ Wikimedia CC BY-SA 2.0
25. November 2015 - 7:06

Krone-Kolumnist Michael Jeannée (Post von Jeannée) hat sich wieder einmal kein Blatt vor den Mund genommen und die Teilnahme von Life-Ball-Organisator Gery Keszler als Tänzer bei der ORF-Show Dancing Stars einen "televisionären Abstieg ins Bodenlose" bezeichnet. Der vom Starjournalisten Geschmähte schlug nun via Facebook zurück und postete Richtung Jeannée: "Ihnen fehlt es leider gänzlich an Manieren, Moral, Respekt, Charakter, Klasse, Anstand, Vertrauen und wahrscheinlich auch besonders an Liebe!"

Mit Jazz Gitti statt mit Sharon Stone

Jeannée schrieb am 22. November in der Sonntagskrone folgende Zeilen und sorgte bei seinen Fans für Belustigung:

Lieber Gery Keszler,
meine Betroffenheit über Ihre kürzliche Absage des Life Balls 2016: minimal!
Mein Lese-Interesse an Ihren larmoyanten Endloserklärungen hierfür in den Medien: lau!
Der Grund für meine diesbezügliche Gleichgültigkeit: Das AIDS-Show-Geschwofe im Wiener Rathaus war nie wirklich meins.
. . . im Gegensatz zum „Dancing Stars“-Show-Geschwofe im ORF-Ballroom auf dem Küniglberg.
Womit wir beim Thema wären. Denn Ihre nun bekannt gewordene tänzerische Teilnahme daran ist, maximal freundlich ausgedrückt, problematisch.
Zum Ersten, weil wir jetzt die wahren Motive für Ihre Absage des Life Balls kennen, wie der „Wecker“-Moderator Thomas Kamenar gestern morgen so richtig couragiert ins Mikro knurrte.
Zum Zweiten, weil die Jury es nicht wagen wird, den großen wichtigen berühmten einmaligen Gery Keszler aus der Show zu kippen. Aus nachvollziehbaren ähhh zeitgeistigen Gründen.
Und zum Dritten (und ganz egal, wie man zu Ihnen und zum Life Ball steht): Ein Gery Keszler als Show- und Dancing-Star Seite an Seite mit Thomas May, der männlichen Lottofee, statt mit Jean Paul Gaultier
. . . im Scheinwerferlicht mit der Jazz Gitti statt mit Sharon Stone
. . . und in den „Seitenblicken“ mit Kickboxer Fadi Merza statt mit Elton John
. . . bedeutet einen televisionären Abstieg ins Bodenlose.
Autsch!

Angst davor, mich lächerlich zu machen

Gery Keszler ließ die Kritik nicht auf sich sitzen und konterte via Facebook:

Ein Claim eines früheren Life Ball lautete: "Die schönste Bewegung im Kampf gegen AIDS ist der Tanz!" Tanzen bedeutet das Gegenteil von gesellschaftlicher Isolation und Ausgrenzung und erfordert gegenseitiges Vertrauen. Ich tanze mit bei Dancing Stars um ein Zeichen für die Lebensfreude, Energie und für Fitness zu setzen und trete gegen Berührungsängste mit HIV+ Menschen an. Ich tanze für den Life Ball weil ich hoffe, diese große mediale Plattform für die Werte und Ziele des Life Ball nützen zu können und habe ehrlich gesagt große Angst davor, mich lächerlich zu machen. Aber ich werde meine Gage für ein österreichisches Aidshilfsprojekt zur Bekämpfung von Stigmatisierung zur Verfügung stellen. Ich habe auch nicht die Absicht mit einem Mann zu tanzen.

Den abschätzigen Vergleich über die Mitwirkenden von Dancing Stars mit Jean Paul Gaultier, Sharon Stone oder Elton John ist zynisch und unangebracht, denn die meisten dieser Österreicher haben den Life Ball früher und länger unterstützt, als die genannten Superstars. Sie haben meinen tiefen Respekt und großen Dank. Menschen wie Jazz Gitti haben von Anfang an mitgeholfen, den Life Ball groß zu machen, Sie aber beschmutzen, ohne Taten zu setzen. Ihnen fehlt es leider gänzlich an Manieren, Moral, Respekt, Charakter, Klasse, Anstand, Vertrauen und wahrscheinlich auch besonders an Liebe!

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