Der „Gladiator“: Aufgeschnappt beim Life Ball 2015, bei dem Veranstalter Gery Keszler sein HIV-Outing machte.

Bild: d26b73 / flickr (CC BY 2.0)
HIV-Infektionen in Europa auf Rekordhoch: Schwulen-Lobbyisten machen trotzdem Anti-Kondom-Propaganda

Die Zahl der neuen HIV-Diagnosen hat 2014 in Europa ein Rekordhoch erreicht. Da fragt man sich schon, was in den Gehirnen mancher Schwulen-Lobbyisten vorgeht, beispielsweise bei Funktionären der Deutschen Aidshilfe, die laut Politically Incorrect (PI) zu der Anti-Kondom-Propaganda "Mach´s ohne" aufruft. Kritik daran – selbst von der grünen NRW-Ministerin Barbara Steffens, die diese Aktion ablehnte, weil man damit eine falsche Sicherheit vermittle, geht den Anti-Safesex-Befürwortern offenbar "am Arsch vorbei".

Keszler: Nicht von Anfang an gesagt

In Österreich wurde die Diskussion über Aids mit dem Outing von Life-Ball-Veranstalter Gery Keszler neu entfacht. Beim Ö3-Frühstück mit Claudia Stöckl beichtete Keszler nun, dass sein Freund ihm den Laufpass gab, nachdem er seine HIV-Infektion öffentlich gemacht hat. Und er stellte klar:

Wenn man ehrlich ist, hat es Situationen gegeben, wo ich es nicht von Anfang an gesagt habe, aber mich dementsprechend sexuell verhalten habe, damit nichts passieren kann. Aber ich habe nie jemanden einer Situation ausgesetzt, wo es zu gefährlichem ungeschütztem Sex gekommen wäre.

Schul-Aufklärer löste Skandal aus

Das sehen offenbar nicht alle so. PI berichtet von einem gewissen Christian Neumann, seines Zeichen HIV-Kranker Schul-Aufklärer, der seinen ungeschützten Sexpartnern seine Infektion verschweigt und damit einen medialen Skandal auslöste. Auf Facebook postete dieser Nachwuchs-Pädagoge am 7. Dezember:

Das Problem sind nicht Schwule mit HIV, sondern die, die von Schwulen mit HIV erwarten, dass diese immer ein Kondom nehmen und den Sexualpartner über ihre HIV-Infektion informieren.
Liebe Negativen: wer das moralisch einfordert, ist das beste Beispiel, warum Menschen mit HIV es lieber nicht sagen. Oft genug werden sie durch ihren HIV-Status von Euch moralisch abgewertet. Auch ihr dürft Euch schützen. Schließlich gehören immer Mehrere dazu.

Dieser Eintrag auf Facebook wurde inzwischen gelöscht. Er macht aber die Ungeheuerlichkeit klar, mit der sich der eine oder andere aus der Schwulen-Lobby zum Mittäter bei der Verbreitung der Krankheiten macht.

Eine Reihe von "Auslandsinfektionen"

In Europa sind im vergangenen Jahr nach einem Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) 142.197 neue Ansteckungen registriert worden. 2013 waren es 136.235 Erstdiagnosen. In Deutschland wurde das Aids-Virus 2014 dem ECDC-Bericht zufolge bei 3.525 Menschen festgestellt. Das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Dennoch schätzt das Robert Koch-Institut (RKI), dass sich nur rund 3.200 Menschen direkt in Deutschland infiziert haben. Es gebe eine Reihe von „Auslandsinfektionen“, die in Deutschland diagnostiziert werden.

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