„Kinder dürfen in Österreich nicht geschlagen werden“, steht unter anderem im Folder für Asylwerber.

Foto: Bild: Folder für Asylwerber / http://www.refugee-guide.at/
Innenministerium „bittet“ Aslylwerber, sich an Regeln zu halten

Dass Frauen mit Frauen und Männer mit Männern zusammenleben dürfen, illustriert mit einer Grafik von sich küssenden gleichgeschlechtlichen Paaren, ist nur ein Punkt in einer Broschüre des Innenministeriums, mit der Flüchtlinge über Grundregeln und Werte in Österreich aufgeklärt werden sollen. Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) will diesen Folder in "Hosentaschen-Format" ab Anfang Jänner in Erstaufnahmezentren verteilen lassen – und bittet darin, die Regeln einzuhalten.

Händedruck als Zeichen der Höflichkeit

Die Broschüre wird es in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch und Dari/Farsi geben, um den Asylwerbern die Botschaft zu übermiteln, dass Höflichkeit den Menschen in Österreich wichtig sei. So wird – auch wieder mit einer Zeichnung untermalt – als Beispiel für Höflichkeit der Händedruck vorgeschlagen. In einer anderen Illustration wird ein Mann gezeigt, der seine Hand gegen ein Kind erhebt, durchgestrichen mit einem dicken roten Kreuz und dem Text: "Gewalt gegen Kinder ist streng verboten". Mit diesem Heft wolle man vermitteln, "dass die österreichischen Gesetze über allem anderen stehen – auch über jede Religion", so Innenministerin Mikl-Leitner bei der Präsentation des Folders, der auch Online abrufbar ist.

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