Israel tötet Hisbollah-Führer Samir Kuntar in Syrien

Die israelische Luftwaffe besitzt sehr schagkräftige Kampfjets (hier: F16 Sufa). Foto: Ndunruh / wikimedia (gemeinfrei)
Die israelische Luftwaffe besitzt sehr schagkräftige Kampfjets (hier: F16 Sufa).
Foto: Ndunruh / wikimedia (gemeinfrei)
21. Dezember 2015 - 7:30

Im Jahr 1979 tötete in der israelischen Küstenstadt Naharaja ein libanesisches Terrorkommando drei Zivilisten und zwei Polizeibeamte. Bei den Zivilisten handelte es sich um einen Mann und seine zwei Töchter im Alter von zwei und vier Jahren. Der Kopf der Truppe konnte damals festgenommen werden und verbüßte mit fast 30 Jahren eine der wohl längsten Haftstrafen Israels. Sein Name: Samir Kuntar. 2008 kam der Araber im Wege eines Gefangenenaustauschs zwischen Israel und der Hisbollah wieder frei.

Samir Kuntar ist tot

Am Samstagabend um 22.15 Uhr wurde in Dscharama, einem Vorort von Damaskus, ein Wohnhaus bombardiert. Die schiitische Hisbollah-Miliz geht laut dem Nachrichtensender n-tv davon aus, dass es sich um israelische Flugzeuge gehandelt hat. Der Journalist Bassam Al-Kantar bestätigte dabei den Tod seines Bruders Samir Kuntar auf Facebook. Die israelische Regierung äußert sich indes nicht zu dem Vorfall. Energieminister Yuval Steinitz sagte allerdings: „Wenn ihm etwas zugestoßen ist, dann kann keine zivilisierte Person das bedauern“.

„Historische Gerechtigkeit“

Smadar Haran, deren zwei kleine Töchter und Ehemann 1979 von Kuntar ermordet wurden, sprach laut der Zeit von einer historischen Gerechtigkeit. „Es hat mich sehr geschmerzt, als er aus dem Gefängnis entlassen wurde“. Israelische Sicherheitskreise gehen davon aus, dass Kuntar in den vergangenen Jahren am Aufbau von Terrorzellen beteiligt war, die Anschläge in Israel verüben sollten.

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