Lobbyismus-Verdacht rund um die Bank Austria

Ist Ex-Kanzler Gusenbauer in die Bank-Austria-Abwicklung involviert? Foto: Otto Normalverbraucher / Wikimedia (CC BY-SA 2.0 AT)
Ist Ex-Kanzler Gusenbauer in die Bank-Austria-Abwicklung involviert?
Foto: Otto Normalverbraucher / Wikimedia (CC BY-SA 2.0 AT)

Die Schrumpfung der Bank Austria mit Schließung von 70 der 190 Filialen sowie massiver Reduktion des Personals beschäftigt nun auch das österreichische Parlament. Der Verdacht des roten Lobbyismus liegt in der Luft. Konkret geht es um drei Punkte, die auch den österreichischen Steuerzahler bzw. die Arbeitslosen- und Pensionsversicherung noch massiv Geld kosten könnten:

  • Kahlschlag beim Filialnetz: 70 der 190 Filialen werden geschlossen
  • Massive Reduktion bzw. tatsächliche Beschäftigungslosigkeit des Personals
  • Transfer der bisherigen Betriebspensionen und Betriebspensionsverwaltung in die Pensionsversicherungsanstalt (PVA)

Sozialminister Hundstorfer soll Lobbyismus offenlegen

Die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein möchte von dem für den Arbeitsmarkt und die PVA zuständigen Soziaminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) wissen, ob Informationen stimmen, wonach es im Umfeld der laufenden Bank-Austria-Krise zu massivem Lobbyismus, konkret zu einer Einflussnahme durch SPÖ-nahe Beraternetzwerke gekommen sei.

Genannt werden die Namen Karl Krammer (Ex-Kabinettschef von Franz Vranitzky) und Alfred Gusenbauer (Ex-Bundeskanzler), die sich im Vorfeld bereits in die Bank Austria-Abwicklung eingemischt haben sollen, um „guten Wind zu machen“. Dabei soll es vor allem um die Stellung der sogenannten Anteilsverwaltung Zentralsparkasse (AVZ) gehen, die sich immer noch im Eigentum der rot-grün regierten Stadt Wien befindet.

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