Sind Häupl und Faymann noch von dieser Welt? Das fragen sich schon viele ob deren Zuwanderungspolitik.

Foto: Bild: Thomas Jantzen/SPÖ / flickr (CC BY-SA 2.0)
Türke in Wien fühlt sich wie in Istanbul: Häupl findet das lustig

Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) findet es lustig, dass sich ein türkischer Fahrschulbesitzer am Reumannplatz wie in Istanbul fühlt. Im "Wien heute"-Interview sah der rote Stadtchef in der Zuwanderung kein Problem, sondern gab der FPÖ die Schuld, dass die Menschen an seiner Migrationspolitik wenig Gefallen finden: "Die FPÖ schürt diese Ängste und hetzt die Leute aufeinander", so Häupl am Dienstag im ORF.

Fremd im eigenen Bezirk

In der Zuspielung einer ORF III-Dokumentation über Favoriten wurde Häupl mit der Realität konfrontiert. Demnach lebten 2004 im 10. Wiener Gemeindebezirk 47.000 Menschen mit Migrationshintergrund, heute sind es mehr als 70.000. Dass die Zuwanderung in den vergangenen Jahren extrem wurde, bemerkten auch die Bewohner. Eine Dame sagte, dass sie sich eigentlich fremd fühle in ihrem eigenen Bezirk. Selbst der türkische Fahrschulbesitzer, der seinen Betrieb in Favoriten hat, übte Kritik an der heftigen Zuwanderung: "Wenn ich über den Reumannplatz gehe, fühle ich mich nicht wie in Wien, sondern wie in Istanbul." Resignierend dann das Statement einer Bewohnerin: "Man muss in Favoriten nicht mehr Deutsch können, um hier leben zu können." Die jungen Leute würden wegziehen, in Zukunft würden in Favoriten nur noch Migranten und alte Leute wohnen. Wenn sie ihre Meinung sage, werde sie als Rechtsextreme beschimpft, beschwerte sich eine Passantin in der Fußgängerzone.

Häupl: "Ich lebe tatsächlich in Ottakring"

Was er dazu sage, dass sogar ein türkischer Fahrschulbesitzer Kritik an der Zuwanderung übe, sich lieber als Wiener statt als Bewohner von Istanbul oder Ankara fühlen würde, fragte "Wien heute"-Chefredakteur Paul Tesarek den Bürgermeister. Häupl knapp: "Das finde ich lustig." Später wies der Stadtchef dann extra darauf hin: "Ich bin schon von dieser Welt, keine Sorge. Und ich lebe tatsächlich in Ottakring. Und da kriegt man natürlich sehr viel mit, egal ob man nun ins Wirtshaus geht, oder am Markt geht oder Einfkaufen geht."

Menschen Ängste nehmen

Ein Rezept, um die Stimmung in der Bevölkerung zu verbessern, hatte Häupl auch bereit: "Es gibt viele, viele Ängste. Da ist es unsere Aufgabe, den Menschen diese Ängste zu nehmen." Häupl gestand aber ein, dass der SPÖ dies in der Vergangenheit nicht gut gelungen sei. Wie das in Zukunft gelingen soll, kann sich ob dieser weiteren Massenzuwanderung keiner vorstellen. Schon gar nicht seit dem Auftritt des SPÖ-Bundesgeschäftsführers Gerhard Schmid im ZIB-2-Studio, wo der Parteisoldat partout nicht über eine Obergrenze für Flüchtlinge sprechen wollte und somit die größte Arbeitslosigkeit der Zweiten Republik noch mehr verschärft wird.

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