Nordamerika: Gepanschter Ahornsirup überschwemmt den Markt

Echter Ahornsirup wird durch gefälschte Produkte aus Zuckerrohr bedroht. Foto: Lisabsowitzsilverman / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Echter Ahornsirup wird durch gefälschte Produkte aus Zuckerrohr bedroht.
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12. Januar 2016 - 9:30

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In der Lebensmittelwirtschaft hat sich ein neuer Zweig der organisierten Kriminalität etabliert: Fälscherbanden ersetzen echten Ahornsirup durch gefälschte Produkte und ziehen so ein lukratives Geschäftsmodell auf. Aktuell wird der Markt in Nordamerika, also in den USA und Kanada, durch gefälschte Produkte geradezu überschwemmt. Echter Ahornsirup wird durch billigen Falsch-Sirup, der aus Zuckerrohr gewonnen wird, ersetzt. Dieser gefälschte Sirup wird via Internet oder sogar auf Autobahnraststätten an die Konsumenten vertrieben.

Das Geschäftsmodell scheint perfekt, denn die Kunden bekommen günstigen Sirup und die Produzenten ersparen sich die komplizierte Prozedur der Herstellung. Beim echten Ahornsirup muss nämlich eine Unzahl von Ahornbäumen angeritzt, der Saft wochenlang in Gefäßen gesammelt und dann stundenlang bei mehr als 100 Grad gekocht werden, bis ein Zuckergehalt von rund 66 Prozent entsteht. Ein solches Echtprodukt kostet dann rund 30 Euro pro Kilogramm.

"Soko Ahornsirup" prüft angebotene Produkte

Nachdem im vergangenen Jahr der Schwindel mit gefälschtem Ahornsirup dermaßen überhand genommen hat, wurde in Kanada sogar eine "Soko Ahornsirup" gebildet. Diese macht sich nun auf die Suche nach den Falschprodukten und den Hintermännern dieses kriminellen Geschäftszweiges. Nun sind auch die Behörden in mehreren US-Bundesstaaten aufgewacht und nehmen die Verfolgung der Fälscherbanden auf. In einzelnen Ostküsten-Bundesstaaten denkt man sogar darüber nach, den Strafrahmen für gefälschte Produkte von einem auf fünf Jahre zu erhöhen.

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Kommentare

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... selber vorteilhafter, günstiger zu was zu kommen, als der Nachbar, als alle anderen. Bin in meinem weit über 60 Jahren schon unzählige Male angesprochen worden auf "du kann kaufe bilige" - doch niemals konnte mich wer "türken".

Fällt mir ein Fall vor paar Jahren ein. Aus dem Auto heraus bot mir ein Mitleid heischender mit D-Kennzeichen "Armani"-Klamotten an - weil hat "nix funktoniert sein Bankkarte, muss fahre Onkel, Italia, ist große Schef bei Armani ..."
Wie üblich, hängte er mir einen Kleiderbügel, nach dem anderen durchs Fenster -7 Stück - 150 € wollte er. Klar wusste ich, dass es ein Bescheisser-Zigan war, und den "Zwirn" fühlte ich auch gleich.

Ich sagte - ja, mache ich, will schnell von meinem Büro Geld holen - drehte mich um, und bog die nächste Gasse links - samt den (wertlosen) Klamotten. Er rief zwar nach, doch aussteigen getraute er sich nicht (das weiß ich auch).
In Wien, gegenüber der Oper, hinter dem Büro-Haus.

Ohne Umweg fuhr ich zum damaligen Süd-Bahnhof ..>

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... weil Strawanzer mehr wissen

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... die Taxler "dunkleren Teint´s" standen - weil ich als "Bauern-Bub" ja weiß, dass genau diese auf "Armani" abfahren, wie ein Vierziger-Zwirn auf der Nähmaschin´

Ich stellte mich nur mit meinen "Armani´s" hin - ganz nah´ dem ersten Taxler, so dass die "falsche Plakette" gut sichtbar war.

Es dauerte keine ganz Minute, und der stieg aus, rief per Handy auch gleich andere Fuhrwerker hinzu ...
Binnen zehn Minuten hatte ich dreihundert Euronen in der Tasche, und machte das anschließende Wochenende mit meiner Frau eine schöne Österreich-Rundfahrt.

Die zehnfache Menge hätte ich gebraucht, denn fast geprügelt hatten sich die Fuhrwerker.
Und besonders glücklich waren jene, welche was ergattert hatten.
"... danke - brings du morgen mehr ...." riefen sie mir noch nach.

Ist doch schön, wenn Menschen glücklich sind - oder.

Leute - lasst´s Euch nicht allerort´s allerhand andrehen - auch keine Gold-Ketten auf der Autobahn - wenn da Familia steht mit "Panne"

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... wahrlich viel erlebt - SEHR VIEL.
Und das nur deshalb, weil ich so wissbegierig bin. Egal, ob Hütchen-Spieler, Geldwechsler, Familien mit Auto-Pannen, die in Geldnot sind, doch drei Kilo "Goldketten" am Goder - arme Mäderl, deren Mama in Sant Pölten im Spital liegt, und sie hinfahren wollen, Burschen, die Hunger haben, und ich ihnen a Würschtel kaufen wollte, und ganz besonders viel Anmache von slowakischen "feschen Mäderl" aus Kosice ....

Echt so viel, und nie war ich Opfer, dass ich vor habe, darüber mal ein Buch zu schreiben.
Als lustiges Buch, denn Ratgeber gibt es tausende, doch Opfer werden immer mehr.

Viel weiß ich, ebenso viel verstehe ich, doch eines werde ich nie verstehen - jeden Tag Warnungen von überall, und trotzdem fallen d´Leut´ immer wieder herein.

Seht Ecuh nur die Gesichter an, dann müsste dass die Warnung bei Tatbegehung sein.

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... weil Strawanzer mehr wissen

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Dieses picksüsse Gschluder!
Da nehme ich wohl lieber echten Waldhonig.
Der ist aus Läusepippi.
Aber nur echt aus dem eigenen Bienenstock!
Gekauft bekommst du den "Ahornsirup".

Ergo: Wo du beschizzen werden kannst, da wirst du garantiert beschizzen!

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... oder gar nicht. Muss ja nicht alles picksüß sein, oder? Die natürliche Süße von reifem Obst hilft auch, dass die morgendlichen Haferflocken nicht gar zu "gesund" schmecken.

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