Der Kriminologe Christian Pfeiffer erzählte, wie Fernseredakteure vor Interviews Anweisungen gaben.

Foto: Bild: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr (CC BY-SA 2.0)
Maulkorberlass für Interviewpartner – Der nächste Skandal der „Lügenpresse“

Dass Fernsehredakteure Interviewpartner in einem Vorgespräch anweisen, sie sollten im Zusammenhang mit den Ereignissen in Köln nicht über Flüchtlinge reden. So etwas sei an ihn in den letzten Tagen an ihn herangetragen worden, sagte der Kriminologe Christian Pfeiffer am Donnerstagabend in der Phoenix-Runde und machte deutlich, wie die "Lügenpresse" manipuliert, um den Fernsehzuschauern beim Thema "Flüchtlinge" Magerkost zu servieren. Wörtlich sagte Pfeiffer:

Die ersten beiden Interviews, die ich im Fernsehen über Köln geben durfte, da fragten mich die Journalisten: Bitte reden Sie nicht über Flüchtlinge! Dann habe ich gesagt: Dann brauche ich gar nicht anfangen, dann ist das Ende des Interviews. Dann haben sie sich besonnen und das wieder aufgelöst. Wo kommen wir hin, wenn wir die Wahrheit nicht mehr benennen, die sich andeutete?

Einmal mehr ein Medienskandal

Nach der Silvesternacht in Köln, Hamburg oder Düsseldorf, wo zahllose Frauen von arabischen und afrikanischen Männern sexuell belästigt und ausgeraubt wurden, geht diese Aussage von Christian Pfeiffer nicht unter und seriöse Medien gehen da auch nicht zur Tagesordnung über. Interviewpartnern einen Maulkorberlass aufzuerlegen, wenn sie im Zusammenhang mit der Skandalnacht das Wort "Flüchtlinge" in den Mund nehmen, das ist mehr als ein Medienskandal. Das sieht auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung so:

Was dem viel gefragten Pfeiffer widerfuhr, dementiert jedoch so ziemlich alles, was in den vergangenen Tagen zur Rechtfertigung journalistischen Handelns formuliert worden ist. Hier offenbart sich eine Mentalität, die journalistischen Prinzipien widerspricht: Es wird nicht um Sachverhalte gestritten, sondern um politische Deutungshoheit. Auch wenn man dabei zu elementaren Fakten in Widerspruch gerät.

Die FAZ kommt außerdem zum Schluss:

Offenkundig hätte die Situation in Köln nur durch einen massiven Polizeieinsatz verhindert werden können. Dann hätte es aus Köln andere Bilder gegeben: Polizisten, die mit Schlagstöcken vorgehen, die Einkesselung der Störer, massenweise Festnahmen. Der WDR hätte keine Stunde gebraucht, um darauf in seiner Berichterstattung zu reagieren. Aber hätten sich die Einsatzleiter in Köln auf den Rückhalt der Politik verlassen können? Es hätte die Übernahme von Verantwortung bedeutet, verbunden mit dem Risiko eines späteren Rücktritts.

Polizeipräsident in Ruhestand versetzt

Die Ironie des Schicksals: Der in die Kritik geratene Polizeipräsident Wolfgang Albers, der als erste Stellungnahme angab, nicht zu wissen, woher diese 1000 Chaoten kamen, obwohl es Festnahmen von Asylwerbern gab, wurde in den Ruhestand versetzt. Albers spielte womöglich mit bei den Vertuschungsversuchen, die wohl die Politik erwartete – und wurde trotzdem zum Bauernopfer.

Das Abservieren der Person Albers soll vermutlich vermitteln, dass die Polizeikräfte völlig versagt haben. In Wirklichkeit will sich aber die Politik schadlos halten, die durch ihre zügellose Zuwanderung alles das zu verantworten hat, was sich in der Silvesternacht in den deutschen Städten abgespielt hat.

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