Wird man sich in Österreich an solche Bilder gewöhnen müssen? Frauen, die nachts nur noch mit Begleitschutz unterwegs sind.

Foto: Bild: -nickon- / flickr (CC BY-SA 2.0)
Frauen in Gefahr: Wiener bietet Bodyguards für den Heimweg an

Wien sei eine sichere Stadt, betonte Polizeisprecher Oberst Hans Golob im Kurier. Und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) beeilte sich nach den sexuellen Übergriffen von Asylwerbern auf Frauen in der Silvesternacht mit der Feststellung: "Wir Frauen lassen uns sicher keinen Millimeter in unserer Bewegungsfreiheit im öffentlichen Raum einschränken.“ Schöne Sätze von offizieller Seite. Doch die Frauen fühlen sich längst nicht mehr sicher in Österreich, seit fast täglich von Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen berichtet wird. Die Vorkommnisse in der Silvesternacht haben die Ängste nur noch verstärkt und einen neuen Geschäftszweig zum Boomen gebracht: den Begleitschutz für Frauen.

Subjektives Sicherheitsgefühl in Schieflage

"Drei Tage nach Silvester verzeichneten wir auf unserer Homepage 16.000 Besucher. Vorher waren es 5000", erzählt Mario Schmidt, Obmann des Vereins "Weisser Flügel", dem Kurier. Offizieller Wien-Start des Begleitdienstes ist der 28. Jänner. Bodyguards sollen Frauen nach Besuchen in Diskotheken, Kinos, Banken oder nach Einkäufen von teurer Ware sicher nach Hause begleiten. Der Schutzdienst sei gratis, Schmidt will sich über Sponsoren und Versicherungen finanzieren. Auch er weiß, dass seit der Silvesternacht in Köln, Salzburg, Innsbruck und Wien das subjektiv empfundene Sicherheitsgefühl in Schieflage geraten ist.

Und das nicht erst seit der unglücklichen Aussage von Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl, Frauen sollten nachts generell in Begleitung unterwegs sein, Angst-Räume meiden und in Lokalen keine Getränke von Fremden annehmen. Später machte Pürstl darauf aufmerksam, dass sein Zitat in der Kronen Zeitung verkürzt wiedergegeben worden sei: "Ich habe damit auf die seit Jahrzehnten bestehenden Vorsichtsmaßnahmen der Kriminalprävention hinweisen wollen."

Waffenverkauf explodiert, Bürgerwehren entstehen

Während also der Wiener Polizeisprecher Golob von einer "sicheren Stadt" spricht, rät sein Chef, Pürstl, dass Frauen nachts generell in Begleitung unterwegs sein sollten. Tatsächlich kann die Feststellung, Wien sei eine sichere Stadt, ohnehin nur noch in die Kategorie "politische Propaganda" eingereiht werden. Fest steht, dass die Bürger vermehrt zu Selbstschutz greifen, weil sie sich vom Staat alleine gelassen fühlen. Während sich in Deutschland immer mehr Bürgerwehren gründen, explodiert in Österreich vor allem der private Waffenkauf – so lange er noch möglich ist.

Unzensuriert-TV berichtet in seiner aktellen Ausgabe über die Pläne der EU, das Waffenrecht noch weiter zu verschärfen:

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