Quartier für 600 “Schutzbedürftige”: Floridsdorfer müssen für verfehlte Flüchtlingspolitik büßen

In Wien-Floridsdorf bekommen die Bürger die verfehlte Flüchtlingspolitik der Bundesregierung hautnah zu spüren. Nachdem für die "temporär Schutzbedürftigen" bereits auf dem ÖBB-Gelände am Winkeläckerweg, in der Brünner Straße nahe dem Krankenhaus Nord und in der Donaufelder Straße Unterkünfte eingerichtet wurden, kommen nun mindestens 600 "Flüchtlinge" auf das ehemalige SGP-Gelände in die Siemensstraße 89.

Späte Infos über Flüchtlings-Massenquartier

"Die Wogen gehen hoch wie schon lange nicht mehr", sagt FPÖ-Landtagsabgeordneter Wolfgang Irschik, der auch Parteiobmann in Floridsdorf ist. Die Blauen haben von dem Flüchlings-Massenquartier erst von einem besorgten Bürger erfahren. "Der Fonds Soziales Wien hat uns das dann bestätigt", so Irschick. Der rote Bezirksvorsteher, Georg Papai, will von den Plänen laut Medienberichten schon im Dezember gewusst haben, fand es aber offenbar nicht notwendig, die anderen Fraktionen darüber zu informieren.

Bürgern nicht zuzumuten

Völlig unklar sei die tatsächliche Zahl der "Flüchtlinge", die nun in der Siemensstraße untergebracht werden sollen, meint Irschik gegenüber unzensuriert.at. 600 sei nur einmal eine Zahl, mehr nicht, es könnten auch an die 1.000 sein. Für Irschik kommt eine Realisierung so oder so nicht in Frage: "Aufgrund der Vorfälle mit den 'Schutzbedürftigen' ist eine Unterkunft für diese mitten im Siedlungsgebiet von Floridsdorf den Bürgern einfach nicht zuzumuten."

FPÖ beantragt Bürgerversammlung

Schon kommende Woche will die FPÖ eine Bürgerversammlung in der Bezirksvorstehung beantragen. Damit soll der SPÖ-Vorsteher Papai gezwungen werden, seinen Bezirksbewohnern Rede und Antwort zu stehen. Nicht nur bezüglich SGP-Gelände in der Siemensstraße, sondern auch bezüglich Gerasdorfer Straße-Grellgasse: Denn dort soll ebenfalls eine Flüchtlingsunterkunft für 120 Personen entstehen, wie der Bezirksvorsteher am Donnerstag per Mail die anderen Fraktionen informierte.

Nach Liesing, wo Bürgermeister Michael Häupl das zweitgrößte Asywerber-Quartier Österreichs errichten möchte, wird nun auch Floridsdorf mit Asylanten regelrecht übersät. Noch wenige Monate vorher, als in Wien der Bürgermeister neu gewählt wurde, wäre das wohl nicht möglich gewesen.

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