ZDF-Moderator Christian Sievers (rechts) führte das Interview mit dem Parteiforscher Karl-Rudolf Korte.

Foto: Bild: ZDF-Mediathek
Im ZDF: Migranten fordern Abschiebung von Flüchtlingen

Wer noch einen Beleg dafür gebraucht hätte, dass die deutsche Politik am Volk vorbei regiert, der musste sich nur das ZDF heute journal vom 15. Jänner anschauen. Im Gespräch mit Moderator Christian Sievers versuchte der Parteienforscher Karl-Rudolf Korte zu erklären, warum es Sinn mache, in der Flüchtlingsfrage gegen die Bevölkerung zu regieren. Doch gleich der anschließende Beitrag über „Klein Marokko“ in Düsseldorf widerlegte diese These: Da forderten sogar Migranten aus Marokko, dass ihre kriminellen Landsleute abgeschoben werden sollen.

Großer Zulauf bei „populistischen Volksbelauschern“

Die Stimmung in Deutschland ist gekippt, 60 Prozent der Bevölkerung sind  mit der „Wir schaffen das“-Willkommenskultur von Angela Merkel nicht mehr einverstanden. Das ZDF holte Parteiforscher Karl-Rudolf Korte für eine Analyse ins Studio und fragte ihn: Kann Politik gegen die Bevölkerung regieren, in einer so existenziellen Frage? „Sie sollte, denn Politik heißt ja auch, unpopuläre Entscheidungen mehrheitsfähig zu machen“, antwortete Korte. Er gab aber zu, dass sich in Deutschland Panik, Angst und großes Unbehagen breit machen würden und dass das Thema „Flüchtlinge“ das Land polarisiere. „Populistische Volksbelauscher“ hätten großen Zulauf, die Mitte verstumme, das sei sehr gefährlich. Gefühle sollte man aber nicht nur Populisten überlassen.

Netzwerk von 2.200 verdächtigen Nordafrikanern

Während Korte also – zwar widersprüchlich – der Kanzlerin den Rücken stärken wollte, machten Migranten, die schon länger in Deutschland leben, im nachfolgenden ZDF-Beitrag über die „SOKO Casablanca“ klare Aussagen zu der immer bedrohlicher werdenden Situation in Düsseldorf. Dort, in „Klein-Marokko“, hat die Düsseldorfer Polizei ein Netzwerk von 2.200 verdächtigen Nordafrikanern im Visier, die von Diebstahl und Drogenhandel leben sollen. Ein Friseur in diesem Viertel, Sayfaddin Nuuri, selbst ein Marokkaner, sagte im Fernsehen, dass diese Leute die ganze Straße „dreckig gemacht“ hätten. Er sei, wie viele andere Geschäftsleute, sehr wütend, weil diese Zuwanderer den Ruf der Gegend ruiniert hätten und forderte die sofortige Abschiebung solcher Kriminellen.

Nordafrikaner geben sich als Syrer aus

Ein anderer Migrant sagte in die Kamera, dass die Polizei diese Leute zwar verhafte, doch eine halbe Stunde später wären sie wieder frei. Eine Muslimin beschwerte sich, dass sich viele Nordafrikaner als Syrer ausgeben würden, „das wissen wir aus den marokkanischen Medien“.

Sind diese Zuwanderer, die eine Änderung der Politik fordern und den Staat um Hilfe bitten, endlich für Ordnung und Sicherheit zu sorgen, nun auch alle Populisten? Diese Frage konnte dem Parteienforscher Korte leider nicht mehr gestellt werden, da er das ZDF-Nachrichtenstudio während dieses Beitrags verließ.

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