Deutsche Bundeswehr: Die Ausbildung mit dem Schützenpanzer Puma beginnt

Die militärische Ausbildung am modernen Schützenpanzer Puma kann endlich beginnen Foto: Sonaz / Wikimedia (CC BY 3.0)
Die militärische Ausbildung am modernen Schützenpanzer Puma kann endlich beginnen
Foto: Sonaz / Wikimedia (CC BY 3.0)
20. Januar 2016 - 9:18

Die deutsche Bundeswehr und ihre Ausrüstung – nicht gerade eine Erfolgsgeschichte. Kommt nun die Wende? Im Juni vergangenen Jahres wurden die ersten neuen Schützenpanzer des Typs „Puma“ ausgeliefert. Seit der Übergabe wurden zunächst die Ausbilder an dem modernen Gefechtsfahrzeug geschult. Insgesamt 5 der 9 Panzerbataillone sollen mit dem Puma ausgerüstet werden. Er soll die Ablöse des veralteten Modells „Marder“ sein. 350 Puma hatte die Bundeswehr für rund 4,3 Milliarden Euro bei den Unternehmen Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann bestellt.

Bis zu 70 km/h schnell und schwer bewaffnet

Die Ausbildung mit dem neuen Schützenpanzer hat begonnen. So soll als erste Einheit deutschlandweit das Panzergrenadierbataillon 33 aus Neustadt am Rübenberge (Region Hannover) den Umgang mit dem Puma trainieren. Die Schulung werde mehrere Jahre dauern, prognostiziert Oberstleutnant Georg Küpper. Doch so ganz reibungslos war die Herstellung und Auslieferung des Pumas dann doch nicht.

Wird der Puma doch noch zur Erfolgsgeschichte?

Wie auch unzensuriert.at berichtete, wurden bereits im Vorfeld erster Auslieferungen zahlreiche Organisationsdefizite bekannt. So war zum Beispiel gefordert, dass im Innenraum des Pumas Klimabedingungen herrschen, die auch für hochschwangere Soldatinnen im Gefechtseinsatz erträglich sind. Dies verzögerte unter anderem nicht nur die Auslieferung, sondern trieb auch die Produktionskosten in die Höhe. Nach den ersten Auslieferungen wurden dann weitere Mängel festgestellt, sodass sich der endgültige Termin auf 2020 verschoben hat. Ursprünglich wurden auch nur 3 Milliarden Euro für das Projekt eingeplant. Es bleibt also noch abzuwarten, ob aus dem Puma am Ende eine für die deutsche Bundeswehr dringend benötigte Erfolgsgeschichte wird.

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