Bundesfamilienministerin Schwesig ist für bedingungslosen Familiennachzug

Manuela Schwesig (SPD) ist Bundesfamilienministerin in Deutschland. Foto: wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Manuela Schwesig (SPD) ist Bundesfamilienministerin in Deutschland.
Foto: wikimedia (CC BY-SA 2.0)
20. Januar 2016 - 10:30

Die deutsche Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) wendet sich gegen den Plan der CDU, den Familiennachzug bei Asylanten einzuschränken. „Kinder haben eine hohe Integrationskraft. Sie leben sich schnell in Kita und Schule ein und bauen ihren Familien Brücken“, erklärt Schwesig. Es wäre etwas anderes, 100 allein reisende Männer zu integrieren als 100 Familien. Deshalb setzt sich die deutsche Familienministerin für einen bedingungslosen Familiennachzug ein.

Alles andere ein „großer Fehler für die Integration“

Die CDU will hingegen im zweiten deutschen Asylrechtspaket die Familienzusammenführung etwas begrenzen. So sollen die Kinder und Ehepartner, die aus sicheren Drittstaaten – wie z.B. der Türkei – kommen, nicht nachreisen dürfen. Dazu sagt Schwesig: „Das wäre ein großer Fehler für die Integration“. Damit steht sie in ihrer Partei auch nicht alleine. Der SPD-Parteitag am 11.12.2015 hatte sich bereits klar gegen Flüchtlingsobergrenzen und die Beschränkung des Familiennachzugs positioniert.

Unter den rund eine Million Flüchtlingen sind sehr viele alleinreisende Männer. Die meisten von ihnen wollen ihre Familien mit einem Visum gefahrlos nachholen, sobald ihr Asylverfahren abgeschlossen ist. Das wird im Laufe der nächsten Monate der Fall sein.

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