Die Berliner Polizei dementiert die Vergewaltigung einer 13-Jährigen und wird deshalb von deren Verwandten heftig kritisiert.

Bild: Peter Olthof / flickr (CC BY-ND 2.0)
Polizei bestreitet Mehrfach-Vergewaltigung einer 13-Jährigen in Berlin – Verwandte werfen Beamten Vertuschung vor

30 Stunden lang soll ein 13-jähriges Mädchen von drei Ausländern gefangen gehalten und mehrfach vergewaltigt worden sein. Die Tat soll sich vom 11. Auf den 12. Jänner 2016 in Berlin zugetragen haben. Die Polizei behauptet jedoch, ihren Ermittlungen zufolge „gab es weder eine Entführung noch eine Vergewaltigung“. Die Familie des angeblichen Opfers erhebt schwere Vorwürfe gegenüber der Exekutive. In Russland berichten praktisch alle Medien groß über den Fall, denn die 13-Jährige ist Deutsch-Russin.

„Straflosigkeit und uneingeschränkte Toleranz gegenüber den Tätern“

Nicht wenige Berichte in russischen TV-Sendern weisen darauf hin, dass sich die Sexualverbrechen durch Migranten in Deutschland derzeit häufen und vermehrt Minderjährige zu Opfern werden. Zudem wird auf „Straflosigkeit und uneingeschränkte Toleranz gegenüber den Tätern“ hingewiesen.

Deutschsprachige Medien haben den Informationskrieg aufgenommen und beschuldigen russische Medien, „Gerüchte zu verbreiten“. Von „Hetze gegen Flüchtlinge“ ist die Rede und schließlich sogar davon, dass das Mädchen die Vergewaltigung „erfunden“ habe.

Russen wollen „auf Gewalt mit Gewalt antworten“

Die russische Community lässt sich dadurch nicht beruhigen. Bei einer spontanen Kundgebung in Berlin-Marzahn kündigte ein Teilnehmer an, man werde „auf Gewalt auch mit Gewalt antworten“. Eine weitere Versammlung, die Montagabend stattfinden sollte, wurde von der Polizei verhindert. Da es laut Polizei nicht zu den Taten gegen die Jugendliche gekommen ist, gebe es für eine Demo keine Grundlage, sagte ein Polizeisprecher dem Berliner Kurier.

Hat es die 13-Jährige selbst „so gewollt“?

Die Vorwürfe, die Verwandte der angeblich entführten 13-Jährigen erheben, sind schwerwiegend. Demnach habe sich die Polizei geweigert, Anzeigen gegen die drei vom Opfer beschuldigten Männer aufzunehmen. Angeblich sei das 13-jährige Mädchen drei Stunden lang alleine verhört und dabei „ausgelacht, verhöhnt und der Lüge geziehen“ worden, wie ihre Cousine behauptet, bis sie zusammengebrochen sei und der Darstellung der Polizei zugestimmt habe – nämlich dass die Vergewaltigungen gar nicht stattgefunden hätten, dass es nur so aussehen sollte und dass sie, die 13-jährige, es so gewollt habe, berichtet die Internet-Zeitung Epoch Times ebenfalls unter Berufung auf die Cousine.

Mehrmals vergewaltigt und verprügelt

Laut den Angehörigen des Opfers sei sie von einem Mann unter einem Vorwand in ein Auto gelockt worden, in dem sich auch die beiden Komplizen befunden hätten. Sofort sei sie in eine Wohnung gebracht worden, in der sich nur ein Bett befunden habe. Dor hätten sie die drei „arabischen Männer“ wiederholt vergewaltigt und auch verprügelt. Am Tag danach wurde das Mädchen offenbar in Berlin-Hellersdorf freigelassen, wo sie bei Fremden geklingelt und um Hilfe gebeten haben soll.

Cousine spricht auf NPD-Kundgebung

Dass die Medien dem Opfer keinen Glauben schenken, könnte auch damit zu tun haben, dass die Cousine das angebliche Verbrechen im Rahmen einer Kundgebung der rechtsextremen NPD in Berlin schilderte. „Wir sind hier nach Deutschland gekommen, weil wir Sicherheit gesucht haben. Wir haben uns integriert und wir leben hier in Frieden. Das wollen wir auch weiterhin, und das wird gerade gefährdet“, sagt die junge Frau.

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