Deutschland: Ukrainische Kriegsflüchtlinge werden abgeschoben, kriminelle Nordafrikaner nicht

Kriegsflüchtlinge aus der Ostukraine werden aus Deutschland rücksichtslos abgeschoben. Foto: NICO VENDOME55 / flickr (CC BY-ND 2.0)
Kriegsflüchtlinge aus der Ostukraine werden aus Deutschland rücksichtslos abgeschoben.
Foto: NICO VENDOME55 / flickr (CC BY-ND 2.0)
24. Januar 2016 - 0:06

Während Deutschland angebliche Flüchtlinge aus Nordafrika großzügig in das Land einreisen und dort auch verweilen lässt, werden tatsächliche Kriegsflüchtlinge aus der Ostukraine beinhart abgeschoben. Wie die russische Nachrichtenseite Sputnik berichtet wurden in den letzten zwei Jahren von 7.000 ukrainischen Flüchtlingen lediglich 5 Prozent als solche in Deutschland anerkannt. Der Rest wurde abgeschoben.

Abschiebung trotz politischer Verfolgung

Dutzende Ukrainer, die meisten aus dem umkämpften Osten, erhielten in den vergangenen Wochen negative Asylbescheide von den detuschen Behörden. Nun müssen sie eine neuerliche Verfolgung in ihrem Heimatland fürchten. Viele flohen, um dem Wehrdienst zu entgehen, der angesichts des aufreibenden Frontenkampfes auch zusehends auf Männer der Ostukraine ausgeweitet wurde. Zudem wollen viele Familien nicht mehr zurück in die umkämpften Gebiete. Andere wiederum werden in der Westukraine verfolgt, inhaftiert oder diskriminiert. Sie bekommen als Angehörige der russisch-stämmigen Bevölkerung keine Arbeit und keine Wohnung. 

Petition gegen Abschiebung bestens integrierter ukrainischer Familie

Aktuell kursiert auf Facebook das Video einer ostukrainischen Familie, die abgeschoben werden soll. Eine dagegen initiierte Petition hat - ohne die bei Abschiebungen muslimischer Einwanderer übliche Unterstützung der Mainstream-Medien - bereits 75.000 Unterstützer gefünden

Gegen die Abschiebung von Familie Nykonchuk! (Petition)

Diese nette ostukrainische Flüchtlingsfamilie (geflohen aus dem Kriegsgebiet Donezk) soll abgeschoben werden, während tausende junger Nordafrikaner und Araber selbst nach schweren Straftaten noch im Land bleiben dürfen. (Sehr merkwürdig, aber bei der Regierung wundert einen nichts mehr...)Diese lernbegeisterten, intelligenten jungen Mädchen sind unsere Zukunft, nicht Scheinflüchtlinge und Grabscher aus Nordafrika. Hier geht es zur Petition: https://www.change.org/p/ausl%C3%A4nderbeh%C3%B6rde-w%C3%BCrzburg-famili... Zeit drängt, Lena Schuster, die Initiatorin und Deutschlehrerin der Familie, hat am 4. Januar in einer Neuigkeit geschrieben, dass die Abschiebung immer näher rückt. Also bitte teilen!

Posted by Freiheitliche Aufklärung on Freitag, 22. Januar 2016

Der Journalist Ruslan Kozaba etwa wurde nach seinem öffentlichen Protest gegen die Einberufung von zehntausenden Männern zum Wehrdienst inhaftiert und des Hochverrates angeklagt. Ein anderes Problem sind ukrainische Soldaten, die von der Front zurückkehren und prorussische Bürger attackieren und verfolgen. 

Russland nahm 1 Million ukrainische Flüchtlinge auf

Anders sieht die Situation im medial viel gescholtenen Russland aus. Laut einem Bericht des russischen Außenministeriums nahm das Land über eine Million ukrainischer Flüchtlinge seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges auf. Rund 50 Prozent seien ukrainische Bürger. Insgesamt leben 2,5 Millionen Ukrainier in Russland. Flüchtlinge aus der Region Donbass erhalten zudem neben den erleichterten Einreisebestimmungen auch soziale Hilfen von der russischen Regierung. 

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