Online-Hetze gegen Opfer des Sex-Mobs von Köln

Ein Fernsehinterview wurde zur Hassbotschaft verzerrt. Foto: ©User:Colin / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-4.0
Ein Fernsehinterview wurde zur Hassbotschaft verzerrt.
Foto: ©User:Colin / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-4.0
25. Januar 2016 - 16:50

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Selina aus Koblemz war eines der Opfer, die zu Silvester in den Sex-Mob von Köln gerieten. Der Sender SWR interviewte sie zu den Vorfällen. Sie berichtete, wie sie von rund hundert Männern eingekreist und begrabscht wurde. Dass sie so offen ihre Erlebnisse schildert, gefiel einigen linken Aktivisten jedoch nicht. De Konsequenzen für die misshandelte Deutsche folgten auf dem Fuße.

Anfeindungen wegen Ehrlichkeit

Das Interview mit Selina wurde in einem Internetvideo manipulativ zusammengeschnitten, von wo aus es als Beispiel für eine "rassistische und rechtsradikale" Deutsche blitzschnell Verbreitung fand, wie der SWR in einer Fortsetzung berichtete. Der anonyme Aktivist hatte sogar Selinas vollen Namen herausgefunden und veröffentlicht. 

Sogar auf der Seite des bekannten deutsch-islamischen Hasspredigers Pierre Vogel wurde das Hetzvideo gegen Selina geteilt. An ihrem Arbeitsplatz langten Drohanrufe ein. Nach regen Debatten auf Facebook fand sich sogar der Autor des Hetzvideos, dem Selina mit Klage drohte - woraufhin das Video aus dem Netz verschwand. 

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