Israels Verteidigungsminister bezichtigt Ankara, auf Schwarzmarkt Öl von IS zu kaufen

Derzeit weilt der israelische Verteidigungsminister Moshe Yaalon auf Besuch in Athen. Wie der Nachrichtensender RT berichtet, beschuldigte er dort die Türkei, in wirtschaftlichen Beziehungen zum Islamischen Staat (IS) zu stehen. Konkret soll die Türkei die Terrororganisation lange Zeit mit Zahlungen für Öl finanziert haben. Sein griechischer Amtskollege bestätigt die Vorwürfe. Yaalon hoffe, dass dies beendet werde. Weiters beschuldigt er die Türkei, Terroristen zu erlauben, sich frei über ihre Grenzen zu bewegen. Die Türkei erlaube Dschihadisten, von Europa nach Syrien und in den Irak und dann wieder zurück nach Europa zu reisen, um Teil des Islamischen Staates zu sein.

Russland hat schon letztes Jahr Beweise vorgelegt

Schon letztes Jahr hat Russland Bildmaterial von langen Tanklasterkonvois Richtung türkische Grenze vorgelegt. Was bisher, zumindest von offiziellen Stellen, in Abrede gestellt wurde, wird durch die Aussage Moshe Yaalons nun bestätigt. Damals wie jetzt auch streitet die türkische Regierung ab, mit dem IS Öl-Geschäfte zu tätigen.

Der Korrespondent der israelischen Tageszeitung Haaretz, Amir Oren, befürchtet, dass es sehr lange dauern werde, den Kampf zu beenden, falls die USA und Russland nicht genügend Druck auf die Türkei ausüben, mit der Zusammenarbeit mit dem IS aufzuhören und sich dessen Bekämpfung anzuschließen.

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