Hundstorfers Mitarbeiter pfiffen auf Willkommenskultur und fuhren lieber auf Betriebsausflug

Im September 2015 war der damalige Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) noch ganz auf Willkommenskultur eingestellt: Er gewährte für das Hereinwinken und die Umsorgung der nicht versiegenden Asylantenflut seinen Mitarbeitern im BMASK einen „Sonderurlaub“. Einsatzorte für die Sozialministeriumsmitarbeiter sollten damals der Wiener Hauptbahnhof und der Westbahnhof sein.

Nun stellt sich aber nach mehreren Anfragen von FPÖ-Abgeordneten Dagmar Belakowitsch-Jenewein heraus, dass der durch den nunmehrigen SPÖ-Präsidentschaftskandidaten Hundstorfer ausgelobte Sonderurlaub tatsächlich keinerlei Anklang gefunden hat. 2015 wurden im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Jahren weit weniger Sonderurlaubstage in Anspruch genommen.

Betriebsurlaub statt Flüchtlingseinsatz

Noch deutlicher wird der Boykott der vom Minister erhofften Willkommenskultur, wenn man sich den vom BMASK nun offengelegte Monatsvergleich ansieht. Zwar wurden 155 der bis zum November 2015 insgesamt konsumierten 662 Sonderurlaubstage allein im September konsumiert. Dass diese aber keineswegs für die Asylantenbetreuung verwendet wurden, gibt das BMASK selbst zu, denn – so heißt es in Hundstorfers Anfragebeantwortung:

Angemerkt wird, dass im September 2015 der Betriebsausflug des Sozialministeriums stattgefunden hat, für den ich den teilnehmenden MitarbeiterInnen einen Sonderurlaubstag gewährt habe.

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