Mitterlehner: Sanktionen gegen Russland haben schwere Nachteile für Österreich

Die von Österreichs Regierung mitbeschlossenen Russland-Sanktionen schaden unserer Wirtschaft enorm. Foto: Рудаков Владимир / Wikimedia (CC BY-SA 1.0)
Die von Österreichs Regierung mitbeschlossenen Russland-Sanktionen schaden unserer Wirtschaft enorm.
Foto: Рудаков Владимир / Wikimedia (CC BY-SA 1.0)
5. Februar 2016 - 10:15

Zu Wochenbeginn weilte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) in Moskau. Dort wollte er für die Zeit nach den EU-Sanktionen schon mal für gute Stimmung sorgen. Noch im Dezember hatte Österreich für eine Verlängerung der Sanktionen gegen den wichtigen Handelspartner gestimmt.

Sanktionen sind „Faktum“

In einem Interview mit der ZIB 2 räumt der Minister ein, dass die Sanktionen für Österreich schwere Nachteile gebracht hätten. Die Handelsbeziehungen mit Russland seien um 30 Prozent zurückgegangen und im Tourismus seien ganz starke Rückgänge zu verzeichnen. 1200 Betriebe seien in Russland tätig und 40.000 Arbeitsplätze in Österreich hingen von den Wirtschaftsbeziehungen mit Russland ab. Der Minister beteuert aber das solidarische Verhalten gegenüber der EU und verlangt von Russland die Umsetzung des „Minsker Prozesses“. Insgesamt hätten die Sanktionen zu keinen Fortschritten geführt, seien aber ein „Faktum“.

Für die Grünen sind EU und Ukraine wichtig, nicht Österreich

Für Aufregung sorgte die Russlandreise des Vizekanzlers bei den Grünen. „Untragbares anti-europäisches Verhalten“ wirft die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler, Mitterlehner vor. Und sie erregt sich über geplante 26 Investitionsvorhaben mit Russland mit einem Volumen von vier Milliarden Euro. „Vizekanzler und Wirtschaftsminister Mitterlehner scheint weder die Europäische Union noch die gemeinsam getragenen Beschlüsse sehr ernst zu nehmen, wenn er österreichische Wirtschaftspolitik für Großunternehmen wie Andritz und OMV vor friedenspolitische Maßnahmen in der Ukraine setzt“, so die Grüne in einer Presseaussendung.

wandere aus, solange es noch geht

Wollen Sie täglich per Mail über die neuesten Artikel informiert werden? Hier können Sie sich anmelden.
Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Kommentare

Bild des Benutzers Volksmeinung
Bild des Benutzers Volksmeinung
32
35

Unsere SPÖVP- Gegen das Volk Regierer kommen immer erst hinterher drauf, dass sie Blödsinn gemacht haben und korrigieren ihre Linie zögerlich, wenn ihnen Presse und Volksmeinung in den Arsch treten oder ihnen situationsbedingt das Wasser bis zum Hals steht.
Die Beispiele reichen von den Sanktionen bis zur Flüchtlingsmisere, dem Budgetdisaster, der Bildungspolitik, Rentenreform, Mindestsicherungswahnsinn etc.
Lauter Mitläufer und keine Führungspersönlichkeiten mit Weitblick.

42
36

Wer bitteschön wählt die Grünen???
Die Typen sind doch alle Geistesgestört! Ihre Politik hinterlässt in jeder Beziehung einen Scherbenhaufen, und auch die Umweltpolitik ist für sie nichts weiter als ein Feigenblatt!
Weg mit diesem Gesindel!!!
FREIHEIT!!!!!!!!!

Hagen von Tronje

36
43

Briten und machen was wir wollen!
Die Russen sind ohnehin besser als die EU. Die Russen helfen armen Menschen auf der ganzen Welt.
Man muss nir die Ostukraine, die Krim oder Syrien hernehmen. Russen leisten hier viel gute Arbeit für die Menschen.
Und sie stellen sich gegen Terroristen.
Gegen die Terroristen in der Ukraine, Syrien etc.
In der EU schauen die Politiker ja nur zu, wenn die Terroristen die Menschen abschlachten.
Am deutlichsten sichtbar in Frankreich, wo die Muslbomber machen können, was sie wollen.

Bild des Benutzers Der letzte Aufrechte
Bild des Benutzers Der letzte Aufrechte
41
40

...neutral ? ? oder?

...haben immer gute Beziehungen zu Russland gehabt..

...haben fast 500.000 Arbeitslose..

...fast 50.000 (10% !!) davon hängen vom Russlandhandel ab...??

... da tragen wir "Sanktionen" mit, die unserer Neutralität eigentlich widersprechen ?(Rechtsverdreher werden schon nachgegraben haben wie das trotzdem gedreht und gewendet werden kann um "rechtskonform" zu sein)

...bei 50.000 Hacknstaden ist mir Krim und Ukraine sowas von Wurscht, als Neutrale könnten wir da sowieso mehr als Vermittler ausrichten und 50.000 hätten wieder Arbeit.....

... und jetzt, wo uns dies auf den Kopf fällt (NOCHMALS: 500.000!! Arbeitslose! 50.000 alleine im Russlandhandel!) fallt euch das erst jetzt auf, dass das zu unserem Schaden ist, genau wie die "Willkommen(un)kultur" die auch LANGSAM in Frage gestellt wird wohl aber nur ums depperte Volk zu beruhigen...

Satzesalle nozuretten?

13
76

Die Sanktionen gegen die Sowjetunion müssen noch verschärft werden. Putins Kriegspolitik in der Ukraine und in Syrien lassen keine andere Möglichkeit offen.
Natürlich wäre es besser es gäbe Maßnahmen die Putin direkt betreffen würden.
Etwa das was er mit dem russischen Wissenschaftler Litwinenko in London gemacht hat.
Aber das ist gar nicht so einfach. Putin ist einer der reichsten Mafiapaten der Welt. Die Ausplünderung Russlands hat sich für ihn persönlich bezahlt gemacht.
200 MILLIARDEN DOLLAR hat er bereits gestohlen:
http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/europa_cee/4665255/Putin-ist...

17
41

Die Russen haben den Dollar ?

Bild des Benutzers Schon Emmerich Ludwig
Bild des Benutzers Schon Emmerich Ludwig
19
38

Lieber Herr, das sie von Geschichte keine Ahnung haben ist mir schon öfters aufgefallen,ihr persönlicher Hass auf Putin verstehe ich nicht ,wo war den Rußland vor Putin ? Zum Ausschlachten freigegeben , kein Lehrer wurde bezahlt, keine Pensionen ausbezahlt und vieles das Seiten füllen könnte. Ihr Wissenschaftler , sind sie den von allen Geistern verlassen ,er war ein übergelaufener Spion , und hat keinen Pardon erhalten ,wie auch er keinen gegeben hatte. Aber bleiben sie wie sie sind ,Deppen lockern das traurigen Geschehen etwas auf . Über den "Arabischen Frühling "der nachweisbar von ihren Freunden der Zionhörigen USA mit ihren Geheimdiensten angezettelt wurde ,ist nicht viel geblieben auf das was sie stolz sein könnten . Das gewählte Oberhaupt am Nil sitzt im Gefängnis ,nach Notbremse der Militärs, Lybiens Sozialstaat wurde vernichtet der Präsident wurde gepfählt,Jemen Bürgerkrieg, Algerien nicht besser,Tunesien am Rande zum Bürgerkrieg ,Syrien Dank Putins Hilfe ein Ende absehbar.

28
43

Sie können fluchen wie sie wollen - ändert sich etwas - NEIN. Wann explodieren sie ?

Bild des Benutzers Der letzte Aufrechte
Bild des Benutzers Der letzte Aufrechte
39
40

..plündern gerade* ganz Europa aus.. merken die Koffer das nicht?
-
*
(mit allen Ihren südlichen und weit westlichen Mithelfern)

24
56

Natürlich merkt man das. Das hat ja nichts damit zu tun was in Russland los ist. Und das 50000 Arbeitsplätze vom Handel mit Russland abhängig sein sollen, ist eine Übertreibung in astronomischer Höhe.

Seiten