Bürgerwehren und Gemeindepolizei: Österreicher organisieren ihre Sicherheit zunehmend selbst

In Österreich organisieren sich immer mehr Menschen in Bürgerwehren, da das Vertrauen in die staatlichen Sicherheitsorgane schwindet. Foto: Davis Staedtler / flickr (CC BY 2.0)
In Österreich organisieren sich immer mehr Menschen in Bürgerwehren, da das Vertrauen in die staatlichen Sicherheitsorgane schwindet.
Foto: Davis Staedtler / flickr (CC BY 2.0)
11. Februar 2016 - 17:49

Das mangelnde Vertrauen der Bürger in ihre Regierung und deren Exekutivorgane führt zu einem regelrechten Boom an Bürgerwehren in Österreich. Nun will die rot-blaue Landesregierung im Burgenland diese als Sicherheitspartner zusätzlich neben der Polizei fördern. 

Bürger bilden Gemeindepolizei

Das Konzept ist simpel: Engagierte Bürger sollen als sogenannte "Gemeindepolizei" neben der Polizei bestimmte Aufgaben übernehmen, etwa Kontrollfahrten oder Schulwegsicherungen und so zu einer Verbesserung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung beitragen. Im Burgenland will man in neun Gemeinden neun zusätzliche Sicherheitspartner einrichten. Die Einbindung sollen vor allem die Generation 50 Plus und private Sicherheitsfirmen betreffen. 

Österreichweit gibt es an die 40 Gemeinden, die bereits über eine eigene Gemeindepolizei verfügen, die meisten davon in Tirol und Vorarlberg. Das Konzept reicht dabei bis in das Mittelalter zurück. 

Regierung skeptisch gegenüber Bürgerwehren

Die Kompetenzen einer Gemeindepolizei sind weitreichend. Die Gemeinde kann die Bürger dazu befugen, Ausweiskontrollen oder Verhaftungen durchzuführen. Auch Waffen dürfen die Bürger tragen, sie erhalten dieselbe Ausbildung wie Polizisten.

Skeptisch steht die heimische Politik und allen voran die Regierung aber immer noch selbstorganisierten Bürgerwehren gebenüber. In einem Interview mit Ö1 betont der Sprecher des Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck, Bürgerwehren dürften sich nicht als selbsternannte "Hilfssheriffs" sehen. Man beobachte Organisationen wie in Wien und Graz über ihre Facebookauftritte, unzensuriert.at berichtete. Die rechtliche Kompetenz, einzuschreiten wie die Polizei, hätten Bürgerwehren jedenfalls nicht, so Grundböck.

wandere aus, solange es noch geht

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Kommentare

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die prüfen zwar angeblich die Fingerprints der Hereinspazierenden, aber sie speichern sie danach NICHT.
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Abgewiesene illegale Eindringlinge werden einfach wieder Richtung Süden freigelassen - doch die kommen immer und immer wieder, da sie ja beliebig viele Versuche haben.
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Der Polizei fällt daher nicht auf, daß ein Asylschmarotzer bereits zum 20sten Mal an den Prüfstand kommt.
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Mit anderen Namen, mit anderen Pässen, mit gefälschten Dokumenten - solange bis sie Erfolg haben - wenn nicht, nehmen sie den kleinen Umweg in Kauf und wandern über die grüne Grenze zu den in Österreich für sie bereitstehenden Futtertrögen.

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Als vor einigen Jahren ein Besoffener mir ins geparkte Auto gefahren ist und zuvor einen Zeitungsausträger gefährdet hat, wartete ich mehrere Stunden, bis die Polizei eingetroffen war.
Damals ging es (in meinem Fall) nur um Fahrerflucht.
Heute, nach den erfolgten Einsparungen bei der Exekutive, frage ich mich, wie es bei schwerwiegenderen Delikten aussieht. Damals wie heute wohne ich in derselben Gemeinde. Damals gab es einen Polizeiposten in einer Nachbargemeinde (ca. 6 km entfernt), heute nicht mehr. Der nächste Polizeiposten befindet sich etwa 15 km entfernt und betreut sowohl unsere als auch einige andere Gemeinden während der Nacht mit.
Statt der Türkei Milliarden Euro an Steuergeldern zu vermachen, ist es wohl besser, die heimische Exekutive zu unterstützen.
Was hindert unsere Regierung an der Unterstützung bei der Gründung einer Art "Gemeindepolizei"? Diese könnte auf freiwilliger Basis agieren und somit v. a. in ländlichen Bereichen die eigentliche Polizei unterstützen.

Bewahrer (...) vor fremden Janitscharen (Teil des Wappenspruchs, 1618)

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Somit ist eine Bezahlung aus dem öffentlichen Budget nicht erforderlich, gleichzeitig aber eine Erhöhung der Sicherheit gewährleistet.
Eine entsprechende Schulung nach polizeilichen Grundsätzen einerseits, entsprechende Durchgriffsmöglichkeiten andererseits, sollten auch kein Problem darstellen - sofern die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. DER GESETZGEBER (= DIE REGIERUNG) BRAUCHT NUR MITZUSPIELEN.
KEINE STEUERGELDER FÜR ERPRESSUNGEN (-> TÜRKEI) ODER SCHEINASYLANTEN. STATTDESSEN FÖRDERUNG DER ÖFFENTLICHEN SICHERHEIT AUFGRUND O. A. VORSCHLAGS.
Als Entscheidungshilfe: http://www.meinbezirk.at/pielachtal/lokales/frauen-hilflos-im-auto-gefan...
(Das ganze war nur etwa 3,5 km von uns entfernt... Hätte es vor Ort eine entsprechende Gruppe - oder wenigstens couragierte Anrainer - gegeben, wäre den beiden Betroffenen wohl einiges erspart geblieben).

Bewahrer (...) vor fremden Janitscharen (Teil des Wappenspruchs, 1618)

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unglaublichen Schiss, wissen sie doch wie das für sie enden kann. Daher wird man diese Bürgerwehren medial bekämpfen und versuchen sie lächerlich zu machen. Die rigide Vergabe von Waffenpässen (Anm. berechtigt zum Führen einer Waffe) spricht Bände.

Bild des Benutzers Der letzte Aufrechte
Bild des Benutzers Der letzte Aufrechte
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eine Bürgerwehr nicht,ist eine entbehrliche Wortmeldung eines "Schreibtischfuzzys", die schlicht falsch ist. JEDER Bürger hat sogar die PFLICHT bei Ansicht von Straftaten im Rahmen seiner Möglichkeiten einzuschreiten und kann auch Täter festhalten. Wäre sogar in Gefahr wegen unterlassener Hilfeleistung verfolgt zu werden täte er dies nicht. Natürlich gibt es nicht "gleiche Kompetenz" das wird auch NIEMAND wollen..Es reicht wenn eine "Bürgerwehr" keine "Bürgerwache" ist, sondern aus "Wachen Bürgern" besteht. Herr Grundböck: Dies ist und kann derzeit nicht verboten werden und ist auch nichts anrüchiges oder "rechtes" sondern sollte vom Ministerium gefördert werden! NUR Diktaturen fürchten die Bürger! So blasen sie in ein linkes Horn, das jede Eigenverantwortung mit "auweh, rechtsradikal" abtut. Gut ist nur der, der in Abhängigkeit vom "Staat" in welcher Form auch immer,oft leistunglos, jedenfalls ohne wirtschaftliches Risiko und Mehrwert lebt. Eigenverantwortung? PFUI!

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Ist Oesterreich oder Deutschland ueberhaupt eine Demokratie? Wenn diese Frage mit ja beantworted wird dann wundert man sich warum die Wuensche der Buerger nicht respektiert werden. ES giebt nur eine wahre Denikratie in dieser Welt in der Schweiz wo die Buerger wirklich Entscheidungsgewalt haben.
Wo bleibt bei uns eine Volkbefragung ueber die sogenannten Fluechtlinge?
People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people.” Alan Moore
Wenn eine Regierung ihre Buerger entwaffnen will dann strebt diese Regierung eine Dikdatur an.
Wenn diese Regierung unfaehig oder noch schlechter unwillig ist ihre Buerger gegen all diese Uebergriffe zu schuetzen muessen die Buerger zur Selbsthilfe greifen.Was hoert man gleich EINGREIFEN DARF DIE BUERGERWEHR NICHT muss sie denn dann nach betaetigung des Hilflosenpolizeirufs einfach zusehen wie eine Frau von den "gottesglaeubigen" vergewaltigt wird oder ein alter Mann zusammengeschlagen?

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Ich persönlich würde sagen, dass die Regierung Angst hat. Warum wohl? All die staatlichen Beamtenapparate / Konzerne / Organisationen / Instanzen bringen es einfach nicht, kosten zu viel Geld, arbeiten zu langsam und zu bürokratisch. Als absolute draufgabe haben sie sich monopolisiert. Wer würde schon freiwillig den gemütlichen Beamtensessel hergeben - mit 14 Vollzeitgehältern, Zuschüssen, Prämien, Leistungszuckerln usw..? Und das für wenig bis gar keine Leistung?
Nun ist aber Feuer am Dach, die einfachen Menschen haben Angst um ihre
Sicherheit und fühlen sich von der Regierung im Stich gelassen.
Es bilden sich Bürgerwehren, die schneller, effektiver, unbürokratischer und billiger "Arbeiten" könnten.
Früher oder später könnte man auch die Gebietskrankenkassen, die Magistrate und Bezirkshauptmannschaften und andere Steuergeldvernichtenden Beamtenapparate durch junge, dynamische Privatgesellschaften ersetzen.

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Ist praxisnah.
Eine mit Vollbart wäre natürlich auch sinnvoll.

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Hat es jemals bei uns in Europa solche Gedanken gegeben ??? Nein, ich glaube nicht und daraus ersieht man auch wie wenig solche Menschen zu uns passen....

https://www.youtube.com/watch?v=09Jv1uSR4dU

Bild des Benutzers Grenzwolf
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... tausende, selbst ernannte BLOCK-WARTE zu richtigen "Verfolgungs-Milizen" rekrutieren, die Tag und Nacht im Internet nach irgendwelchen "Übeltätern" suchen, um diese sogar oft zu diffamieren, dann kann es nur legitim sein, wenn sich auf der anderen Seite (der Vernunft u. dem Verstand) solche "Bürger-Wehren" bilden. Im Anbetracht der Zustände, und sich täglich vermehrenden Übergriffe durch unzivilisierte, Primaten ähnliche Individuen, kann es nur rechtens sein.

Schon deshalb, weil aus objektiven Beobachtungen, und Erfahrung mit solchen "Wehrgruppen" agieren diese seriös, und ausschließlich gegen juristisch und moralisch unhaltbare Zustände und kollektiven Verhaltens-Arten. Denn mittlerweile ist es offen und klar dokumentiert, dass es sich um ein KOLLEKTIVES Alltagsverhalten dieser "Refugee´s" handelt. Zu dem ja besonders in deren Heimat-Ländern genau das den Alltag prägt, was in unseren zivilisierten Gesellschaften noch nie in nur annähernder Art den Alltag belastete.

Ich gehöre keiner politischen Partei an, also muss ich auch nicht politisch korrekt sein.
"Grenzwolf" - abgeleitet vom gleichnamigen Film aus dem Jahr 1980

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