Wie Terrorangst medial beschönigt wurde

Mehrmals hatte FPÖ-Obmann HC Strache gewarnt, dass IS-Terroristen als Flüchtlinge getarnt nach Europa reisen könnten. Er wurde dafür als Hetzer diffamiert, doch mittlerweile bestätigen immer mehr Experten seine Warnungen.  Foto: Unzensuriert.at
Mehrmals hatte FPÖ-Obmann HC Strache gewarnt, dass IS-Terroristen als Flüchtlinge getarnt nach Europa reisen könnten. Er wurde dafür als Hetzer diffamiert, doch mittlerweile bestätigen immer mehr Experten seine Warnungen.
Foto: Unzensuriert.at

Nicht zuletzt die Attentate in Paris durch den IS führten zu Warnungen, die vom politischen Mainstream verharmlost wurden. FPÖ-Obmann HC Strache ist einer der Politiker, der seit Monaten warnt, dass IS-Terroristen als Flüchtlinge getarnt nach Europa reisen könnten. "Ich wurde als Hetzer diffamiert. Heute sagen das auch andere Politiker", sagte der FPÖ-Chef im Zuge einer Veranstaltung über Krieg und Terror im Nahen Osten. Es könnte Flüchtlinge in Österreich sitzen, die uns die Köpfe abschneiden wollten, so Strache, der sich durch Meldungen des Geheimdienstes bestätigt sieht. Dabei waren die Einschätzungen nicht immer so.

Terroristen würden sich Bootsflucht nicht antun

Eine kurze Chronologie soll aufzeigen, wie noch vor Monaten die Problemlage beschönigt wurde. Mehrmals gab es in der Vergangenheit Stimmen, die der Öffentlichkeit bescheinigten, dass es quasi ausgeschlossen sei, dass IS-Terroristen als Flüchtlinge getarnt nach Europa reisen könnten.

So etwa war es der Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, der in der Welt vom 7. September 2015 wie folgt zitiert wurde: Terrorkämpfer hätten eine solche riskante Anreise gar nicht nötig. Es sei unwahrscheinlich, dass Terroristen die waghalsige Bootsflucht über das Mittelmeer wagen würden, um nach Europa zu gelangen. Dies sei für sie mit gefälschten oder gestohlenen Papieren und einem Flugticket viel leichter zu erreichen.

Terroristen als Flüchtlinge könnten entlarvt werden

Ähnliche Beruhigungspillen gab es auch in Österreich. Im Kurier etwa kam am 20. September letzten Jahres im Artikel „Asylmythen im Faktencheck“ Peter Gridling, der Leiter des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, zu Wort. Es sei eher unwahrscheinlich, dass sich mögliche Terroristen just unter Menschen mischen, die vor dem IS flüchten – sie liefen dabei Gefahr, entlarvt zu werden. Im Innenministerium gab man auch zu bedenken, dass es für den IS unökonomisch sei, Terroristen auf Flüchtlingsrouten nach Westeuropa zu bringen. Die Reise im Flüchtlingstreck sei lang und mitunter lebensgefährlich, hieß es von Gridling im Artikel.

Kurier schrieb von "Phantom-Ängsten"

In einem Kurier-Kommentar ebenfalls im September 2015 schrieb Wilhelm Theuretsbacher - der Journalist gibt 7 Jahre Erfahrung als Berufssoldat an -, dass bisher die Terrorangst unbegründet sei. „Denn KURIER-Recherchen ergaben, dass Sicherheitsbehörden im Flüchtlingsstrom noch keinen einzigen reisenden Terroristen ausmachen konnten.“ Der Titel des Kommentars „Phantom-Ängste vor IS-Terroristen“ ließ leicht erraten, dass Herrn und Frau Österreicher vorgegaukelt werden sollte, dass alles palletti sei.

ISIS könnte Elend der Flüchtlinge ausnützen

Es ist Februar 2016 und mittlerweile müssen immer mehr Stimmen zugeben, dass die Warnungen, der IS schleuse gezielt Terroristen unter die Flüchtlinge ein, ihre Berechtigung haben dürften. in der Zeitung Österreich etwa wird der deutsche Journalist und Terrorimusexperte Rolf Tophoven zitiert: „Wer so brutal wie die ISIS vorgeht, scheut auch nicht vor der Ins­trumentalisierung zurück. Es ist nicht auszuschließen, dass die ISIS das Elend der Flüchtlinge für seine Zwecke nützt.“

Terrormiliz in Herstellung falscher Pässe ziemlich geschickt

US-Geheimdienstkoordinator James Clapper warnte über die Medien, dass die Terrormiliz "den Flüchtlingsstrom ausnutzt". Außerdem seien die Dschihadisten "ziemlich geschickt" bei der Herstellung falscher Pässe, mit denen sie ihre Kämpfer ausstatten. Und wer zu beruhigen: Dieses Problem sei primär eine Gefahr für Europa.

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